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Der Wetterfrosch
Der Frosch, obgleich er ein
Prolet,
gilt lang‘ bei uns schon
als Prophet.
Jeder weis, der Wetterdienst,
ist ganz alleine sein Verdienst.
Er sagt das Wetter uns voraus,
denn damit kennt er sich
gut aus.
Nach ihm, das ist uns längst
bekannt,
wurd‘ auch der Wetterfrosch
benannt,
der abends uns stets unbeirrt,
sagt voraus wie dieses wird.
Er tritt zwar selbst nicht
in Person,
im Fernseh’n vor die Kamera,
doch jeder weis, der Hopsassa,
hat beratende Funktion
beim Zweiten und der ARD,
dank seinem guten Renommee. |
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Weil wetterfühlig
ist das Tier,
gilt es schon lang‘ als
Pionier
in der Meteorologie.
Quakend stets und mit Esprit,
uns der Frosch gar routiniert
das Wetter heut‘ prognostiziert.
Auch wer ihn nicht persönlich
kennt,
weis es, er hat dafür
Talent.
Es ist der Laubfrosch, wie
ihr wisst,
der dafür best geeignet
ist.
In freier Wildbahn, Tag
und Nacht,
er für uns das Wetter
macht.
Er ist im Lande weit und
breit,
der Klügste und sofort
bereit,
zu antworten wenn man ihn
fragt,
weil er von Haus aus gerne
quakt.
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Lauthals, nie stereotyp,
sagt er uns, aus seiner
Sicht,
ob es schön wird oder
nicht.
Er gilt bei uns als Prototyp,
obwohl er grün ist
und gar klein
des Wettermachers allgemein.
Der Frosch, so ritzten es
in Ton,
in Keilschrift die Assyrer
schon,
taugt, weil sein Handwerk
er versteht,
wie kein Zweiter zum Prophet.
Im Altertum wurd‘ er verehrt.
Das ist deshalb erwähnenswert,
weil der garst’ge grüne
Frosch,
mit der unsäglich breiten
Gosch‘
nicht grad aussieht
wie ein Mann
dem man auch vertrauen kann.
Aus seinem Sexualverhalten
zogen schon die weisen alten
Ägypter manchen klugen
Schluss.
Dass jener ein Prophet sein
muss,
erkannten die antiken Griechen.
„Der Laubfrosch kann das
Wetter riechen“,
hat man, wenn ein Frosch
gequakt,
auch im alten Rom gesagt.
In der Antike jedermann,
wusste, was der Laubfrosch
kann,
ist fürwahr bemerkenswert.
Heut, wo man sich um ihn
kaum schert,
mache ich in diesem Buch,
über die Spötter
all erhaben,
voller Trotz nun den Versuch,
den Frosch mit seinen Sehergaben,
per Dichterwort erneut zu
preisen
und ihm Ehre zu erweisen,
wie ihm, der hell sieht
und es spürt,
wie das Wetter wird, gebührt.
Bereits im Pharaonenland,
der Laubfrosch Anerkennung
fand,
weil er stets, wenn er dort
quakte,
nichts als die reine Wahrheit
sagte. |
Der Frosch, das gilt es zu betonen,
hat seit den alten Pharaonen,
im Vergleich mit Meteorologen,
uns ganz selten nur belogen.
Pflichtbewusst, uns untertan,
hat er alles stets getan,
was ihm möglich war
am Teich.
Auch heute noch gar einfallsreich,
sagt uns der grasgrüne
Prophet
voraus wie’s um das Wetter
steht.
Sogar wenn er im Glase sitzt,
prognostiziert er uns verschmitzt,
was draußen wir im
Garten,
haben zu erwarten.
Er gilt bei uns als Wetterbote
mit der höchsten Trefferquote,
und ist als Fachmann in
der Sparte
Vorhersage längst weltbekannt.
Bei jeder großen Wetterwarte
wird gern sein Name heut
genannt,
Doch wenn, was nicht
sehr oft geschieht,
er abends in die Röhre
sieht
und feststellt, dass sich
sein Bericht,
deckt mit der Wetterkarte
nicht,
dann quakt er: „Die sind
ungenau
beim Wetterdienst der Tagesschau“.
Und ist die Abweichung sehr
groß,
dann schüttelt seinen
Kopf er bloß
und schimpft, „ich würde
ihn verbieten,
diesen blöden Satelliten.
Der zeichnet prima auf was
war,
doch wie es wird ist ihm
nicht klar“.
Und dann quakt er laut im
Frust.
„Ich hätte besser es
gewusst“.
Von seinem Schallorgan betört,
hab‘ oft ich ihm schon zugehört.
Weil ich glaubte was er
sprach,
fragte ich ihn einst danach, |
Historiker und
Philosophen,
schrieben sich die Finger
wund,
gaben in wohldurchdachten
Strophen,
dereinst ihre Meinung kund.
So manches, was jene einst
schrieben,
ist erhalten uns geblieben.
Um auch der Nachwelt zu
erhalten,
was ich fand in den uralten
Texten, als ich recherchierte,
und sie gründlich durchstudierte,
gebe ich aus gutem Grund,
konzentriert erneut nun
kund,
und bringe es vor allem
hier,
für unsere Kinder zu
Papier.
Möge es lang erhalten
bleiben,
damit es auch die Enkel
sich
einst hinter ihre Ohren
schreiben,
wie einst die Ahnen und
heut‘ ich. |
ob er ein paar
Kniffe kenne
und bat ihn, dass er sie
mir nenne.
Er gab mir manch Geheimnis
preis,
das selbst der Wetterdienst
nicht weiss.
Die Regeln“, quakte er versponnen,
„hab ich mir gestern Nacht
ersonnen.
Da fand ich weder Schlaf
noch Ruh.
So spitz‘ das Ohr
mein Freund, hör‘ zu,
und merke was du hörst
von mir,
bis an dein Lebensende dir“. |
Und dann, ich war bereits
ganz Ohr,
quakte er mir Regeln vor,
die ich bis dato nie gehört.
Der Frosch hat sich nicht
dran gestört.
Er saß grübelnd
im Ufermoos,
blähte der Kropf und
legte los.
Ich bringe einiges nun hier,
von dem ganz kurz Euch zu
Papier,
was mir der Fachmann im
Gebiet
Prophezeiung einst verriet.
Nicht alles steht in dem
Gedicht.
Dafür reicht seine
Länge nicht.
Lest den Poem, prägt
ihn Euch ein,
und lasst Euch eine Lehre
sein,
was ich vom Laubfrosch einst
erfuhr.
Wenn Ihr das Wichtigste
Euch nur,
damit es auch erhalten bleibt,
hinter Eure Ohren schreibt,
wenden selbst Eure Kinder
dann
noch Laubfroschwetterregeln
an.
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