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Der Wetterfrosch

 
 
1
Der Frosch, obgleich er ein Prolet,
gilt lang‘ bei uns schon als Prophet.
Jeder weis, der Wetterdienst,
ist ganz alleine sein Verdienst.
Er sagt das Wetter uns voraus,
denn damit kennt er sich gut aus.
Nach ihm, das ist uns längst bekannt,
wurd‘ auch der Wetterfrosch  benannt,
der abends uns stets unbeirrt,
sagt voraus wie dieses wird.

Er tritt zwar selbst nicht in Person,
im Fernseh’n vor die Kamera,
doch jeder weis, der Hopsassa,
hat beratende Funktion
beim Zweiten und der ARD,
dank seinem guten Renommee.

Weil wetterfühlig ist das Tier,
gilt es schon lang‘ als Pionier 
in der Meteorologie.
Quakend stets und mit Esprit,
uns der Frosch gar routiniert
das Wetter heut‘ prognostiziert.
Auch wer ihn nicht persönlich kennt,
weis es, er hat dafür Talent.

Es ist der Laubfrosch, wie ihr wisst, 
der dafür best geeignet ist.
In freier Wildbahn, Tag und Nacht,
er für uns das Wetter macht.
Er ist im Lande weit und breit,
der Klügste und sofort bereit,
zu antworten wenn man ihn fragt,
weil er von Haus aus gerne quakt.
 

 
2
Lauthals, nie stereotyp,
sagt er uns, aus seiner Sicht,
ob es schön wird oder nicht.
Er gilt bei uns als Prototyp,
obwohl er grün ist und gar klein
des Wettermachers allgemein.

Der Frosch, so ritzten es in Ton,
in Keilschrift die Assyrer schon,
taugt, weil sein Handwerk er versteht,
wie kein Zweiter zum Prophet.

Im Altertum wurd‘ er verehrt.
Das ist deshalb erwähnenswert,
weil der garst’ge grüne Frosch,
mit der unsäglich breiten Gosch‘
nicht grad  aussieht wie ein Mann
dem man auch vertrauen kann.

Aus seinem Sexualverhalten
zogen schon die weisen alten
Ägypter manchen klugen Schluss.
Dass jener ein Prophet sein muss,
erkannten die antiken Griechen.
„Der Laubfrosch kann das Wetter riechen“,
hat man, wenn ein Frosch gequakt,
auch im alten Rom gesagt.

In der Antike jedermann,
wusste, was der Laubfrosch kann,
ist fürwahr bemerkenswert.
Heut, wo man sich um ihn kaum schert,
mache ich in diesem Buch,
über die Spötter all erhaben, 
voller Trotz nun den Versuch,
den Frosch mit seinen Sehergaben,
per Dichterwort erneut zu preisen
und ihm Ehre zu erweisen,
wie ihm, der hell sieht und es spürt,
wie das Wetter wird, gebührt.
Bereits im Pharaonenland,
der Laubfrosch Anerkennung fand,
weil er stets, wenn er dort quakte,
nichts als die reine Wahrheit sagte.

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Der Frosch, das gilt es zu betonen,
hat seit den alten Pharaonen,
im Vergleich mit Meteorologen,
uns ganz selten nur belogen.
Pflichtbewusst, uns untertan,
hat er alles stets getan,
was ihm möglich war am Teich.
Auch heute noch gar einfallsreich,
sagt uns der grasgrüne Prophet
voraus wie’s um das Wetter steht. 
 
Sogar wenn er im Glase sitzt,
prognostiziert er uns verschmitzt,
was draußen wir im Garten,
haben zu erwarten.
Er gilt bei uns als Wetterbote
mit der höchsten Trefferquote,
und ist als Fachmann in der Sparte
Vorhersage längst weltbekannt.
Bei jeder großen Wetterwarte
wird gern sein Name heut genannt,

Doch wenn, was nicht  sehr oft geschieht,
er abends in die Röhre sieht
und feststellt, dass sich sein Bericht,
deckt mit der Wetterkarte nicht,
dann quakt er: „Die sind ungenau
beim Wetterdienst der Tagesschau“.
Und ist die Abweichung sehr groß,
dann schüttelt seinen Kopf er bloß
und schimpft, „ich würde ihn verbieten,
diesen blöden Satelliten.
Der zeichnet prima auf was war,
doch wie es wird ist ihm nicht klar“.
Und dann quakt er laut im Frust.
„Ich hätte besser es gewusst“.

Von seinem Schallorgan betört,
hab‘ oft ich ihm schon zugehört.
Weil ich glaubte was er sprach,
fragte ich ihn einst danach,

Historiker und Philosophen,
schrieben sich die Finger wund,
gaben in wohldurchdachten Strophen,
dereinst ihre Meinung kund.

So manches, was jene einst schrieben,
ist erhalten uns geblieben.
Um auch der Nachwelt zu erhalten,
was ich fand in den uralten
Texten, als ich recherchierte,
und sie gründlich durchstudierte,
gebe ich aus gutem Grund,
konzentriert erneut nun kund,
und bringe es vor allem hier,
für unsere Kinder zu Papier.
Möge es lang erhalten bleiben,
damit es auch die Enkel sich
einst hinter ihre Ohren schreiben,
wie einst die Ahnen und heut‘ ich.

ob er ein paar Kniffe kenne
und bat ihn, dass er sie mir nenne.
Er gab mir manch Geheimnis preis,
das selbst der Wetterdienst nicht weiss.

Die Regeln“, quakte er versponnen,
„hab ich mir gestern Nacht ersonnen.
Da fand ich weder Schlaf noch Ruh.
So  spitz‘ das Ohr mein Freund, hör‘ zu,
und merke was du hörst von mir,
bis an dein Lebensende dir“.

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 Und dann, ich war bereits ganz Ohr,
quakte er mir Regeln vor,
die ich bis dato nie gehört.
Der Frosch hat sich nicht dran gestört.
Er saß grübelnd im Ufermoos,
blähte der Kropf und legte los.

Ich bringe einiges nun hier,
von dem ganz kurz Euch zu Papier,
was mir der Fachmann im Gebiet
Prophezeiung einst verriet.
Nicht alles steht in dem Gedicht.
Dafür reicht seine Länge nicht.

Lest den  Poem, prägt ihn Euch ein,
und lasst Euch eine Lehre sein,
was ich vom Laubfrosch einst erfuhr.
Wenn Ihr das Wichtigste Euch nur,
damit es auch erhalten bleibt,
hinter Eure Ohren schreibt,
wenden selbst Eure Kinder dann
noch Laubfroschwetterregeln an.
 


 
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27.02.2000
 
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