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Laubfroschwetterregeln
erdacht und niedergeschrieben
von R.W. Aristoquakes
Wenn der Frosch im Wetterglase,
einen Cognac zu sich nimmt,
und sich begießt die
grüne Nase,
die Sonne lange nicht mehr
kimmt.
Wenn er auf die Leiter steigt,
auf der Jagt nach Stubenfliegen,
und uns dabei sein Lächeln
zeigt,
werden wir schönes
Wetter kriegen.
Kräht er wie ein Wetterhahn,
kündigt sich schlechtes
Wetter an.
Hüpft ins Wasser er
geschwind,
weht in Böen starker
Wind.
Quakt er nachts beim Vollmondschein,
stellt sich strenge Kälte
ein.
Wenn der Frosch, weil er
schlecht sieht,
mit seinem Blindenhund am
Ried,
noch einen Abendbummel macht,
wird sternenklar die Sommernacht.
Schüttelt er sein kluges
Köpfchen,
fallen bald die ersten Tröpfchen.
Zuckt sein rechtes Hinterbein,
strömt Polarluft zu
uns ein.
Singt im Duett er mit dem
Vetter,
bleibt beständig noch
das Wetter.
Wenn Frösche sich zum
Rundgesang,
treffen beim Sonnenuntergang,
allesamt recht wohlgesinnt,
wunderschön die Nacht
beginnt.
Quakt der Frosch am frühen
Morgen,
macht die Feuchtigkeit ihm
Sorgen.
Wenn er wie ein Kuckuck schreit,
beginnt die schöne
Maienzeit.
|
Wenn er Eier legt im Nest,
stehen wir kurz vor’m Osterfest.
Wenn er am Teich spazieren
geht,
ein schöner Tag uns
vorbesteht.
Bleibt er zu Haus in seinem
Stall,
schüttet es draußen
überall.
Wenn er beim Quaken innehält,
der hohe Luftdruck sofort
fällt.
Wenn er überhaupt nicht
spricht,
die Sonne heiß vom
Himmel sticht.
Flüchtet er durch grüne
Auen,
wird sich was zusammenbrauen.
Lässt er sein Quak zur
Weihnacht schallen,
hockt er längst auf
Eiskristallen.
Hüpft der Frosch durchs
Schilf geschwind,
kommt bestimmt ein Wirbelwind.
Wenn er nach rasanter Flucht,
ängstlich ein Versteck
aufsucht,
und er dort leis‘ nur quakt
und zag,
gibt’s Donner, Blitz und
Hagelschlag.
Wenn der Frosch in’s Wasser
flieht,
er den Schneesturm kommen
sieht.
Geht der Laubfrosch aus zum
Schwof,
dann hat der Neumond einen
Hof.
Schläft der Frosch im
gläsern Haus,
einmal sich bis Mittag aus,
weil er die ganze Nacht
lang sang,
bleibt das Wetter schön
noch lang.
Wenn er froh und unbeschwert,
morgens vom Konzert heimkehrt,
und den ganzen Tag lang
ruht,
bleibt das Wetter weiter
gut.
|
Kann er keine Mücken kriegen,
weil jene viel zu hoch ihm
fliegen,
und er deshalb lauthals
klagt,
ist Hochdruckwetter angesagt.
Hat er sich jedoch satt gefressen,
und ruht im Moose selbstvergessen,
dankbar über den Mückensegen,
gibt es sicherlich bald
Regen.
Quakt der Frosch nach Mitternacht
und bist du dadurch aufgewacht,
dreh‘ dich um, schlaf ruhig
weiter,
der Tag darauf wird niemals
heiter.
Quakt das Fröschlein
voller Herz,
im Frühjahr schon,
im Monat März,
als ob es von der Liebe
singt,
sein Quaken schönes
Wetter bringt.
Quakt der Frosch zur Maienzeit,
ist der Juni nicht mehr
weit.
Wenn er anstatt zu quaken
bellt,
hat dich der Wetterfrosch
geprellt.
Frösche die im Februar
quarren,
im Eise auf den Frühling
harren.
Regnet’s draußen,
Pogg‘ und Poggen,
würden gern im Trocknen
hocken.
Streckt der Frosch die müden
Glieder,
scheint der Vollmond auf
ihn nieder.
Kratzt das Fröschlein
sich am Po,
scheint die Sonne irgendwo,
und ist sie hier bei uns
nicht da,
dann scheint sie just in
Afrika.
Schweigt der Frosch im Januar,
ist es noch nicht Februar.
|
Hüpft das
Föschlein in den Fluss,
kommt sicher gleich ein
Regenguss.
Hinkt der Frosch im Märzen,
hat er Rheumaschmerzen.
Quakt er zur Silvesternacht,
hat er das Jahr gut durchgebracht.
Wenn er auf `nem Wurm `rum
kaut,
und mürrisch aus der
Wäsche schaut,
weil ihm der Regen ist zu
dumm,
schlägt das Wetter
sicher um.
Wenn er wie besessen schreit,
ist der Lenz nicht mehr
sehr weit.
Liegt der Frosch auf
Fliegenlauer,
bleibt es lange schön,
nach Knauer.
Quakt er dann am Neujahrsmorgen,
fangen an die alten Sorgen.
Wirkt der Frosch arg depressiv,
nähert sich das nächste
Tief.
Lässt der Frosch im
Glas ‘nen Furz,
gibt es einen Wettersturz.
Quakt das Fröschlein
im April,
macht das Wetter was es
will.
Trägt der Frosch ein
weißes Kleid,
ist der Winter nicht mehr
weit.
Klettert die Leiter er hinauf,
reißt die Wolkendecke
auf.
Kratzt das Fröschlein
sich am Hintern,
fängt es draußen
an zu wintern.
Frösche die im Januar
quarren,
wollen uns bestimmt nur
narren. |
Der Wetterfrosch nur selten
irrt,
sagt stets korrekt uns wie
es wird,
doch wenn der Wind sich
plötzlich dreht,
zuckt seine Schultern der
Prophet.
Hockt der Frosch gar faul
im Glas,
bedeutet dies, gleich gibt
es ‘was.
Verschmäht er seinen
Regenwurm,
gibt es Nebel oder Sturm.
Lässt er seine Fliegen
liegen,
werden wir Gewitter kriegen.
Trägt der Frosch die
kurzen Socken,
bleibt es warm und weiter
trocken.
Macht der Frosch an Bonifaz,
in seinem Tümpel arg
Rabatz,
bleibt es weiter kalt und
rau
und es gibt täglich
frischen Tau.
Maifroschgequake ist fürwahr,
ein gutes Zeichen für
das Jahr.
Frösche die nicht quaken
wollen,
hören die ersten Donner
grollen.
Quakt der Frosch im Mai noch
nicht,
plagt ihn wieder mal die
Gicht.
Quakt er in ganz leisem Ton,
warnt er uns vor dem Ozon.
Geht er nachts auf Mückenjagd,
Schwüle uns im Bette
plagt.
|
Quakt der Frosch bei Vollmondschein,
wird bald wieder Neumond
sein.
Sumpft er nachts in seinem
Moor,
kommt die Sonne nicht hervor.
Hört man abends sein
Konzert,
er uns ‘ne laue Nacht beschert.
Quakt am Morgen er noch immer,
verblasst des Mondes Silberschimmer.
Hüpft er triefend pitsch
und patsch,
gibt es Regen, Schnee und
Matsch.
Läuft er Schlittschuh
auf dem Eis,
bleibt der Winder kalt und
weiß.
Quakt das Fröschlein
sehr obszön,
wird das Wetter mehr als
schön.
Auch wenn er kräht im
Übermut,
bleibt das Wetter länger
gut.
Sieht man ihn durch’s Schilfrohr
grinsen,
geht das Wetter in die Binsen.
Ist er grünlich im Gesicht,
ändert sich das Wetter
nicht.
Sieht man ihn die Nase rümpfen,
liegt dichter Nebel auf
den Sümpfen.
Sieht man ihn in ‘ner Pfütze
hocken,
bleibt es ziemlich lang‘
noch trocken.
Liegt auf der Straße
er verdorrt,
scheint die Sonne immerfort.
So lang‘ sich Frösch‘
vor Markus zeigen,
sie nach dem Markustage
schweigen.
|
So lang die Frösch‘ vor
Georgi schrei’n,
müssen sie danach stille
sein.
Quaken die Frösche vor
Marien,
wird das Kälte nach
sich ziehen.
Frösche die vor Vollprecht
schwitzen,
im Mai noch in der Kälte
sitzen.
Wenn die Frösch‘ im
Frühling schrei’n,
stellt sich fruchtbar‘ Wetter
ein.
Quakt der Frosch vor Markus
lang,
wird ihm danach vor Kälte
bang.
Wenn die Frösch‘ im
Schilfe knarren,
muss keiner lang auf Regen
harren.
Froschkonzert in lauer Nacht,
hat Fruchtbarkeit noch stets
gebracht.
Gräbt sich der Frosch
im Schlamm tief ein,
wird es Winter schon bald
sein.
Hat er eine Gänsehaut,
und quakt er ganz besonders
laut,
und hört sich’s an
so wie ein Fluch,
dann kommt bestimmt ein
Wolkenbruch.
Macht am Morgen er Radau,
gibt es demnächst wieder
Tau.
Liegt er auf der Straße
platt,
bleibt es weiter rutschig
glatt.
Quakt er froh ein Wanderlied,
der Frühling durch
die Lande zieht.
Liegt er versteckt auf Mückenlauer,
kommt bestimmt ein Regenschauer. |
Schweigt er schüchtern
und verlegen,
gibt es sicher Nieselregen.
Wenn er jedoch fröhlich
lacht,
scheint die Sonne bis um
acht.
Liegt er auf der Straße
breit,
dann ist es wieder Urlaubszeit.
Regnet es dem Frosch ins
Glas,
fault das Korn wie auch
das Gras.
Frösche die am Morgen
quarren,
allesamt auf Regen harren.
Wenn der Frosch am Teiche
lacht,
hat Sonnenschein er uns
gebracht.
Wenn er jedoch verbittert
stöhnt,
hat auch er sich d’ran gewöhnt,
dass der Sommer offenbar,
verregnet wird wie letztes
Jahr.
Quakt der Frosch noch im
August,
tut er dies meist ganz bewusst,
weil er, wie bereits so
oft,
immer noch auf Sonne hofft.
Wenn der Frosch nicht quaken
mag,
wird trocken aber kalt der
Tag.
Wirkt welk und bräunlich
sein Gewand,
zieht der Herbst durch‘s
weite Land.
Sieht man ihn durch Nebelschwaden,
geht der Sommer wieder baden.
Wenn ihm die Spucke dann
gefriert,
es langsam Winter wieder
wird.
|
Wenn er aufbläht sich im
Zorn,
beginnt der ganze Mist von
vorn.
Wenn vor Kälte er erstarrt,
unter Schnee und Eis verharrt,
dann ist es, was uns allen
klar,
bereits schon wieder Januar.
Wenn der Laubfrosch sich
im Glase,
bohrt gelangweilt in der
Nase,
obwohl er das nicht machen
soll,
wird das Wetter nicht so
doll.
Wenn die Frösche lustig
springen
und lautstark ihre Lieder
singen,
am Teiche und im Brunnenschacht,
dann naht die Walpurgisnacht.
Wenn die Frösche in
den Mooren,
verliebt bis über beide
Ohren,
nachts am Teiche musizieren,
wird es garantiert nicht
frieren.
Wenn der Frosch, weil er
arg schwitzt,
im Brunnen sich die Brust
bespritzt,
und dann hinabtaucht bis
zur Quelle,
dann gibt es eine Hitzewelle.
Wenn der Frosch im Gras geduckt
gar ängstlich durch
die Gegend huckt,
und sich nicht schert um
seinen Wurm,
dann gibt es sicherlich
bald Sturm.
Wenn das Fröschlein
baden geht,
bald der Südwind wieder
weht.
Wenn der Frosch und sein
Kumpan,
Grünspan setzen langsam
an,
und beide wirken krank und
blass,
bleibt der Sommer kalt und
nass.
Ist der Frosch verschnupft
und niest,
kommt das weil es dauernd
gießt.
Wenn der Laubfrosch schmerzgebeugt,
traurig durch das Schilfrohr
äugt,,
weil ihn im Knie sein Rheuma
plagt,
dann ist Nebel angesagt.
Hüpft er durch die Gegend
schnöde,
ist das Wetter ihm zu blöde.
Wenn den Fröschen unterm
Eis,
es am Tag wird dort zu heiß,
kündigt sich, laut
Jahresplan,
der Frühling oben langsam
an. |
Wenn sich der Frosch mit
Tau einreibt,
das Wetter weiter herbstlich
bleibt.
Wenn der Frosch, gar arg
verbittert,
am Morgen noch vor Kälte
zittert,
obwohl die Sonne lacht von
Ost,
dann gibt es demnächst
Bodenfrost.
Wenn der Frosch im Sumpf
verschnupft,
hüstelnd durch das
Röhricht hupft,
und er vor Kälte wirkt
ganz steif,
dann gibt es sicherlich
bald Reif.
Wenn dem Frosch im Abendrot,
die Mücke für
sein Abendbrot
entkommen ist, dem Dummerjan,
kündigt sich ein Gewitter
an.
Wenn die Frösch‘ im
Wasser plantschen
oder vor Lust im Drecke
mantschen,
und sich zeigen gar obszön,
bleibt das Wetter länger
schön.
Wenn die Frösche von
den Binsen,
glotzend stumm ins Wasser
grinsen,
betrachtend dort ihr Ebenbild,
wird der Tag besonders mild.
Sieht man den Frosch jedoch
im Teiche,
vergnügt beginnend
mit der Laiche,
vorangetrieben vom Gefühle,
schwindet schnell die Morgenkühle.
Niest der Frosch und hat
Katarrh,
der Herbst ein ziemlich
mieser war.
Wenn der Seefrosch auf dem
Eise,
auf Kufen seine Runden dreht,
im Oval oder im Kreise,
der Herbst zum Winter übergeht.
Wenn der Frosch sich morgens
trimmt,
wenn er im Kraulstil fröstelnd
schwimmt,
das gilt als sicher, dann
wird’s bald
winterlich und damit kalt.
Wenn die Frösche fröhlich
quaken,
sich Fliegen fangen oder
Schnaken,
und Urlaubsstimmung macht
sich breit,
stellt man die Uhr auf Sommerzeit.
Wenn zwei Frösche, Hand
in Hand,
spazieren geh’n am
Tümpelrand,
und sich verliebt am Schilfsaum
küssen,
mit Froschregen wir rechnen
müssen. |
Wenn die Frösch‘, anstatt
zu singen,
kopfüber in den Froschpfuhl
springen,
und nur der Wetterfrosch
laut quakt,
ist ein Tornado angesagt.
Wenn der Laubfrosch auf der
Leiter,
klettert froh nach oben
weiter,
mutig und gar unverzagt,
ist Urlaubswetter angesagt.
Paaren sich Fösch‘ im
Januar
gibt es ein warmes trock’nes
Jahr.
Frösche die im Juni
laichen,
sind selten ein Schönwetterzeichen.
Quakt der Frosch, wie in
der Fabel,
tapfer noch im Storchenschnabel,
zu beweisen seinen Mut,
bleibt das Wetter weiter
gut.
Gehen zwei Frösche als
ein Paar,
auf Hochzeitsreise Ende
Mai,
glücklich vereint per
Adebar,
ist der Frühling fast
vorbei.
Quakt der Frosch an Stanislaus,
treibt er das schlechte
Wettern aus.
Quakt der Frosch im März
sehr viel,
hat der Bauer leichtes Spiel.
Frösche die im Mai nicht
quarren,
ließ der Winter all
erstarren.
Sucht der Frosch sich eine
Braut,
ist das Eis bereits getaut.
Quakt der Frosch zu Tod erschrocken,
im Harz gar laut herab vom
Brocken,
feiern die Hexen aufgebracht,
mit ihm dort die Walpurgisnacht. |
Quakt der Frosch vom Schornstein
gar,
frisst ihn grad‘ der Adebar.
Dehnt der Laubfrosch lang
sein Quaaag,
gibt es reichlich Niederschlag.
Froschgesang im Monat Mai,
bringt trocknen Juni stets
herbei.
Frösche die ganz stille
sind,
plagt der kalte Nordostwind.
Hüpft der Frosch, das
lust’ge Tier,
voller Lust durch sein Revier,
um den Teich herum, hopp,
hopp,
so schnell er kann im Froschgalopp,
dann ist es wieder mal so
weit,
dann macht sich Frühlingsstimmung
breit.
Pfeift der Frosch im Übermut,
wird das Wetter selten gut.
Hört man ihn nachts
gar laut frohlocken,
bleibt das Wetter warm und
trocken.
Hockt lustlos er im Schilf
hingegen,
hält an noch lang‘
der Dauerregen.
Hört man ganz zaghaft
sein Gestöhn,
dann plagt auch ihn im Rohr
der Föhn.
Singt der Frosch ganz hell
und klar,
gibt es ein gutes Erntejahr.
Wenn der Frosch ins Wasser
fleucht,
bleibt es ein paar
Tage feucht.
Quakt der Frosch im Februar,
gibt es ein gutes Erntejahr.
Schreit das Fröschlein
wie am Spieß,
bleibt das Wetter lang noch
mies.
Quakt der Frosch beim Morgenrot,
ein Ungewitter uns bedroht. |
Lacht der Frosch und grinst
gar breit,
dann ist Ostern nicht mehr
weit.
Jagt der Frosch im Winter
Fliegen,
bleibt der Schnee nicht
länger liegen.
Quakt der Frosch in höchsten
Tönen,
wird uns die Sonne bald
verwöhnen.
Quakt der Frosch an Sigismund,
macht er den Maianfang uns
kund.
Quakt der Frosch mit frohem
Schall
schöner als jede Nachtigall
es in den Lüften schwebend
kann,
wird schön es an Sankt
Florian.
Quakt der Frosch an Maximus,
es sieben Wochen regnen
muss.
Quakt der Frosch an Hadrian,
feiert man bald Ramadan.
Quakt der Laubfrosch im April,
nichts Gutes er uns künden
will.
Quakt der Frosch wenn’s draußen
schneit,
Kinder dann ist Weihnachtszeit.
Wenn der Frosch im Hornung
quakt,
er den Winter uns verjagt.
Quakt er an Sebastian,
fängt der Winter richtig
an.
Quakt der Frosch gar schrill
am Teich,
ist das Wetter recht zur
Laich.
Quakt er an Antonius,
ist es mit dem Eis bald
Schluss. |
Quakt der Frosch nur schwach
und zag,
er vor Hitze nicht mehr
mag.
Wenn der Frosch nicht quaken
will,
bleibt der Winter
bis April.
Wenn der Frosch an Daniel
quakt,
dem Monat März er „leb‘
wohl“ sagt.
Quakt der Frosch an Rosamunde,
gibt er von Wind und Sturm
uns Kunde.
Hört man ihn an Christian
schrei’n,
stellt sich Schauerwetter
ein.
Frösche die im Chore
singen,
wollen uns den Frühling
bringen.
Quakt der Frosch im Weidenbaum,
gibt es Frost an Pfingsten
kaum.
Sitzt der Laubfrosch müd‘
und matt,
im Teich auf seinem Lotosblatt,
so ist es ihm für das
Gefühl,
das er jetzt gerne hätt‘
zu kühl.
Hat der Frosch ‘nen trock‘nen
Hals,
gibt es Regen keinesfalls.
Lässt ein Frosch zum
See sich tragen,
brauchst du ihn erst gar
nicht fragen,
wie das Wetter wird. Zur
Zeit
ist er zur Auskunft nicht
bereit.
Wenn die Frösche in
der Laken,
ohne Unterbrechung quaken,
in einer Nacht die ziemlich
schwül,
wird auch der Tag darauf
nicht kühl.
Wenn der Frosch vor’m Fliegenbauer,
tagelang liegt auf der Lauer,
um eine Mück‘ herauszulocken,
bleibt das Wetter weiter
trocken. |
Wenn der Frosch gar müde
hüpft,
und schlapp hinein ins Schilfrohr
schlüpft,
and wenn ganz zaghaft er
nur quakt,
auch uns die Hitze nicht
behagt.
Wenn der Frosch zu einer
Kröte,
am Abend nach der Abendröte,
quakt von Liebe und Gefühl,
bleibt die Nacht ganz sicher
schwül.
Siehst einen Frosch in Morgengrauen,
du schläfrig in die
Gegend schauen,
und quakt er faul und müd‘
nur leis‘,
dann war die Nacht mal wieder
heiß.
Wenn der Frosch sich gähnend
reckt,
und seinen Hals durch’s
Röhricht streckt,
und er dann fröhlich
quakt und laut,
hat der Morgen längst
gegraut.
Wenn der Laubfrosch aufgebläht,
dir zum Regenschirme rät,
dann denk daran, dass der
Prophet,
vom Wetter mehr als Du versteht.
Wenn ein Frosch nebst seinem
Bein,
blutend liegt am Wiesenrain,
und es für Rettung
scheint zu spät,
dann ist die Wiese frisch
gemäht.
Wenn die Frösche in
den Auen,
traurig durch das Herbstlaub
schauen,
und grauer Nebel macht sich
breit,
kommt bald die dunkle Jahreszeit.
Wenn der Frosch im Zornausbruch,
anstatt zu quaken einen
Fluch
durch die Lippen presst,
ja dann,
fängt der Winter langsam
an.
Wenn der Laubfrosch
seine Fliegen,
auf dem Tellerchen lässt
liegen,
ist eines sicher, ganz gewiss,
es gibt ‘ne Sonnenfinsternis. |
Wenn die Frösche aus
Verlangen,
am Teich sich listig Mücken
fangen,
und lustig quaken froh und
frei,
dann ist der Winter längst
vorbei.
Wenn Frösche sich im
Moor verkriechen,
den nahen Winter sie schon
riechen.
Wirkt der Laubfrosch ziemlich
sauer,
kommt ein sau’rer Regenschauer.
Quakt der Frosch im Riedgras
ständig,
bleibt das Wetter wetterwendig.
Quakt der Frosch mit lautem
Schall,
gibt es Regen überall.
Bringt ihm das Quaken wenig
Spaß,
ist der Mai arg kühl
und nass.
Quakt der Frosch bis nachts
um drei,
ist die Nacht schon halb
vorbei.
Quakt der Frosch beim Morgenrot,
am Tage ein Gewitter droht.
Quakt er noch an Urban kühn,
bleibt es bis Silvester
grün.
Hüpft der Laubfrosch
fest entschlossen,
höher auf den Leitersprossen,
und schnappt gierig er nach
Fliegen,
werden Sonnenschein wir
kriegen.
Quakt der Frosch aus voller
Brust,
ist’s Juli oder schon August.
Schweigen die Frösche
an St. Gallen,
wird der erste Schnee bald
fallen.
Quakt der Frosch im Herbst
noch gern,
bleibt der Winter lang noch
fern.
Quakt er am Michaelitag,
sanft der Winter werden
mag.
Quakt der Laubfrosch zag
und bang,
ist’s bis zum Winter nicht
mehr lang. |
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