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Laubfroschwetterregeln
erdacht und niedergeschrieben von R.W. Aristoquakes


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401-425
Frösche die nicht quaken wollen,
haben Angst vor Donnergrollen.

Spielt er mit den Kumpeln Skat,
der Regen lang kein Ende hat.

Wenn er sich den Hintern wischt,
der Sturmwind zum Orkan auffrischt.

Hat er die ganze Nacht geschrie‘n,
die Frühjahrsnebel  sich verzieh‘n.

Wenn schläfrig er die Augen reibt,
die Wolkendecke weiter bleibt.

Streckt abends er die müden Glieder,
scheint morgens drauf die Sonne wieder.

Wenn ihn nacht sein Asthma plagt,
ist wieder Nebel angesagt.

Wenn er rotzt und wenn er speit,
ist der November nicht mehr weit.

Fraß den Frosch im Teich der Hecht,
dann bleibt das Wetter lange schlecht.

Wenn er auf seinem Lotosblatt,
herumhängt träge und ganz matt,
wenn selbst zum Quaken er zu faul,
geschlossen hält sein breites Maul,
und dabei schnarcht gar monoton,
nähert sich ‘ne Inversion.

Hockt er im Zehnliterkübel,
und ist vor Nässe ihm speiübel,
dann ist der arme grüne Schleimer,
wie der Sommer auch im Eimer.

Sieht man blitzartig nach Mucken,
am Teiche seine Zunge zucken,
und fängt gekonnt er die putzmunter,
im Überfluge sich herunter,
und lässt sie sich genüsslich munden,
bleibt es trocken noch drei Stunden.

Wenn der alte Laubfrosch Quack,
auf Reisen geht mit Sack und Pack,
und nach Afrika zieht fort,
ist es endlich Sommer, dort.


Versteckt der Frosch sich tief im See,
gibt es im April noch Schnee.

Wenn er am Morgen drei mal hustet,
bevor er in den Schallsack pustet,
und es nur quietscht, oje, ja dann,
kündigt sich ein Blizzard an.

Wenn er statt zu singen summt,
oder wie ein Brummbär brummt,
und nicht quakt, wie sonst gekonnt,
dann nähert sich ‘ne Tiefdruckfront.

Wenn er, der Lage sich bewusst,
die Klappe hält im Wetterfrust,
wenn er zehn Tage lang nicht quakt,
ist Frost im Sommer angesagt.

Ahmt als Sänger, da vom Fach,
gekonnt die Nachtigall er nach,
und quakt viel schöner noch als die,
er seine eigne Melodie,
wenn er so im Riedgras singt,
sein Gesang Schönwetter bringt.

Wenn er von morgens früh bis spät,
prahlerisch die Backen bläht,
und seine Brut vergisst zu säugen,
gibt Wetter es zum Helden zeugen.

Wenn er zum musizieren neigt,
und nachts auf seinem Brummbass geigt,
und durchmacht bis der Tag anbricht,
ändert sich das Wetter nicht.

Wenn im Schilfe eingeschneit,
in einem Iglu tief verkrochen,
der Frosch nur noch sporadisch schreit,
ist der Winter angebrochen.

Wenn auf der Jagd nach leckren Mucken,
Schenkel ihm und Zunge zucken,
und er zu quaken ganz vergisst,
bleibt das Wetter wie es ist.

Wenn er sich im Morast verkriecht,
dann weil er Minusgrade riecht.

Quakt der Frosch rund um die Uhr,
bleibt konstant die Temperatur.

Quakt der Laubfrosch nachts um drei,
ist Mitternacht schon lang vorbei.

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426-450
Wenn er umständlich sich prustet,
bevor er in den Schallsack pustet,
und ihm die Stimme dann versagt,
hat sich der Spätherbst angesagt.

Wenn der Laubfrosch kummervoll,
nicht weis, was er noch quaken soll,
weil es schon seit Tagen regnet,
und keine Mücke ihm begegnet,
und er sich aus Verzweiflung gar,
im Frust wirft vor den Adebar,
oder stürzt ins Maul vom Hecht,
bleibt das Wetter lang noch schlecht.

Knirschen seine alten Knochen,
bleibt es trocken sieben Wochen.

Tut er sich beim Quaken schwer,
bläst der Wind von Osten her.

Liegt zappelnd er im Storchennest,
versinkt die Sonne grad in West.

Wenn er frustriert ins Wasser geht,
der Nordwind kalt vom Pol her weht.

Wenn er im Glase eingesperrt,
zetert, schimpft und fluchend plärrt,
und dann trotzig, wütend, dreist,
im Rundglas in die Ecke scheißt,
und er vor Wut, anläuft ganz blau,
bleibt das Wetter grau in grau.

Wenn er, die Stimme frisch geölt,
im Schlosspark nachts entsetzlich grölt,
und die Prinzessin, die ihn hört,
sich nicht an seinem Lärmen stört,
weil in ihrem güldnen Bett,
der Gärtner ist zu ihr so nett
grad wie sie es ganz besonders mag,
drohen Blitz- und Donnerschlag.

Wenn der Frosch gar unbedacht,
all zu große Sprünge macht,
und sich dabei das Rückgrat staucht,
der Herbststurm um die Ecken faucht.

Wirkt der Laubfrosch depressiv,
folgt dem Zwischenhoch ein Tief.

Wenn er morgens missgelaunt,
einen Regenwurm bestaunt,
und dann die Zunge nach ihm streckt,
um zu probieren ob er schmeckt,
und wenn er dann „pfui Teufel“ ruft,
dann ist besonders dicke  Luft.

Wenn er statt zu quaken stottert,
und am ganzen Körper schlottert,
und seine Haut wirkt bläulich trocken,
dann fallen bald die ersten Flocken.


Trägt am Teich, im Wellentosen,
er seine langen Unterhosen,
und zieht den Überzieher an,
kommt bestimmt ein Hurrikan.

Quakt er in der Osternacht,
das Wetter Kapriolen macht.

Macht er Gründonnerstag Radau,
wird der Karfreitag nass und grau.

Quakt Palmsonntag er am See,
gibt es an Ostern noch mal Schnee.

Wenn er zu St. Georg schreit,
ist der Markustag nicht weit.

Macht der Frosch sein Maul nicht auf,
sondern zwinkert dir nur zu,
nimmt ein Sturmtief seinen Lauf,
und nähert sich von See im Nu.

Wenn der Frosch zur Flöte greift,
und froh darauf ein Liedchen pfeift,
und wenn er grinst vergnügt dabei,
dann wird es ein sehr schöner Mai.

Wenn er in das Alphorn stößt,
der Dunst zum Nebel sich auflöst.

Greift er wach, in guter Laune,
morgens früh schon zur Posaune,
um damit ins Rohr zu klettern,
und dort ein Wecksignal zu schmettern,
wenn er den Tag so froh beginnt,
drei Wochen lang kein Regen rinnt.

Greift er ohne viel Trara,
zu seiner Ziehharmonika,
und spielt einen Marsch darauf,
reißt gleich die Wolkendecke auf.

Zupft er stupid‘ den Kontrabass,
gibt es garantiert noch was.

Wenn auf einen Pilz er hupft,
und oben die Gitarre zupft,
während er ‘ne Arie schmettert,
es acht Tage lang nicht  wettert.

Spielt konzertiert mit Anverwandten,
er abends seinen Froschbekannten,
auf der Seebühne im Moor,
unter des Mondes Lampion,
den Hängemattenwalzer vor,
bricht sich das Licht in Refraktion.

 

top

451-475
Wenn er jedoch der Hammer schwingt,
und die Ambosspolka singt,
als wäre von Beruf er Schmied,
der Morgendunst sich schnell verzieht.

Geht er morgens schon an Land,
und legt sich an den Badestrand,
um das Leben zu genießen, 
wird es ganz bestimmt nicht gießen.

Wenn er, weil er Kühlung braucht,
morgens schon ins Wasser taucht,
und sich im Nass die Zeit vertreibt,
das Wetter weiter heiter bleibt.

Wenn der Frosch von früh bis spät,
am Ufer in der Sonne brät,
und dann mit einem Sonnenbrand,
einschläft gar am Tümpelrand,
und dort verbringt auch noch die Nacht,
auch tags darauf die Sonne lacht.

Protzt der Frosch beim Militär,
als ob ein Feldmarschall er wär‘,
obwohl er nichts gelernt hat, dann,
steht er im Regen irgendwann.

Wenn der Frosch zur Navy geht,
weil er vom Wasser was versteht,
und er dann von seinem Schiff,
havariert auf einem Riff,
in’s Meer hüpft um zu überleben,
wird es starken Seegang geben. 

Wenn er im Sumpfe unbedacht,
allzu große Sprünge macht
und auf den Bauch fällt, ach herrje,
dann schlägt das Wetter um am See.

Bläst er auf der Tuba dann,
fängt der Juni langsam an.

Will mit zarten Geigentönen,
er die Ohren uns verwöhnen,
und ist auf’s Fideln er ganz geil,
bringt der Sommer uns nur Heil. 

Greift er zum Bass und lässt ihn brummen,
und schlägt die Saiten er mit Kraft,
dass Heimchen gar vor Neid verstummen,
bleibt das Wetter wechselhaft.

Lässt er den Bariton erschallen,
wird das Wetter uns gefallen.

Bläst er auf dem Kamm hingegen,
im Lotosteich mit den Kollegen,
und summt nur durch die Nas‘ dabei,
ist der Sommer fast vorbei.


Wenn er die Kesselpauke schlägt,
die er immer bei sich trägt,
und La Paloma singt gar laut,
während er auf die Felle haut,
dann werden bald die ersten Tropfen,
an unsre Fensterscheiben klopfen.

Greift er zum Schellenbaum oje,
dann zieht von draußen her, vom See,
eine Nebelbank heran,
dass man nichts mehr sehen kann.

Wenn er jedoch die Harfe nimmt,
und jede Saite zweimal stimmt,
dann wird, abgeseh’n vom Föhn,
das Wetter garantiert sehr schön.

Hört er plötzlich auf zu schrei‘n,
und gräbt im Uferschlick sich ein,
weil ihm die Sache nicht mehr frommt,
macht er’s weil die Flut gleich kommt. 

Wenn er die Kleinen schwimmen lehrt,
und wie man sich vor’m Storche wehrt,
wenn aus seinen Quappenherden,
Laubfroschgroßfamilien werden,
wenn erwachsen wird sein Laich,
dann ist Hochsommer am Teich.

Wenn der Laubfrosch friert beim Baden,
liegt sein Teich in Nebelschwaden.

Wenn die Frösche im Entstehen,
noch als Froschlaich in den Wehen,
plötzlich  mutig ohne Zagen,
ihren ersten Schwanzschlag wagen,
und die Eltern wohlerzogen,
ihren Quappen wohlgewogen,
allen für ihr Lurchenleben
zwecks Taufe einen Namen geben, 
aus dem Stehgreif ganz spontan,
fängt eben erst der Juni an.

Wenn später aus den Quappenhorden,
sind tausend Jungfrösche geworden,
dann wird es für den Adebar,
ganz sicherlich ein gutes Jahr.

Wenn die Frösche in den Teichen,
lustig Anfang März schon laichen,
beginnt, das ist den dümmsten klar,
langsam der schönste Teil vom Jahr.

Wenn der Frosch in höchsten Tönen,
unsere Ohren will verwöhnen,
und er die ganze Nacht lang übt,
hat selten es sich eingetrübt.

Schweigt er im Wetterglas sich aus,
und runzelt sich die Stirne kraus,
weil er von fern her hört ein Beben,
dann wird es einen Erdrutsch geben.

Wenn er aus Verzweiflung schreit,
ist die Hagelfront nicht weit.

Betrachtet er den Regenbogen,
haben die Wolken sich verzogen.

top


476-500
Verkrümelt sich der Frosch im Schatten,
wir lang schon keinen Frost mehr hatten.

Schaut er vom Teich in aller Ruh,
dem Storchensüdabfluge zu,
und tut als wär’s ihm einerlei,
dann ist der Sommer bald vorbei. 

Paart sich der Laubfrosch mit ‘ner Maus,
dann sieht es düster für uns aus.

Wenn er ‘ne Serenade singt,
und er der Liebsten Fliegen bringt,
und ihr einen Antrag macht,
dann wird es eine heiße Nacht. 

Treibt er es mit den Artgenossen,
nachts im Schilf gar unverdrossen,
und macht mit ihnen Kröten an,
fängt der Monat Mai bald an.

Wenn die Frösche in den Teichen,
die Zeit verbringen nur mit Laichen,
und wenn sie dabei jubilieren,
wird es garantiert nicht frieren.

Taucht das Fröschlein froh und munter,
im Brunnen nach der Kugel unter,
und bringt sie der Prinzessen, dann,
kündigt nachts ein Sturm sich an.

Quakt der Frosch in Dur und Moll,
die lange Nacht gar aufgeregt
und ist vor Liebe er ganz toll,
der Frühlingssturm sich schlafen legt.

Wenn er Hochzeit hält im Sumpf,
ist warmes Wetter demnächst Trumpf.

Singt der Laubfrosch im Terzette
mit den Kumpeln um die Wette,
und schwingt den Taktstock er dabei,
bleibt das Wetter einwandfrei.

Träumt im März er nur von Mücken,
baut das Eis noch feste Brücken.

Hört man ihn nur müde lallen,
ist lang kein Regen mehr gefallen.

Schweigt er an Sankt Valentin,
hockt er tief im Schlamm noch drin.


Sieht man ihn ins Wasser tauchen,
die Septemberstürme fauchen.

Klatscht er sich singend selbst Applaus,
schlagen die ersten Bäume aus.

Quakt er, weil es lang trocken war,
gibt es ein gutes Roggenjahr.

Quakt der Laubfrosch im Duett,
mit einer Kröte nachts im Bett,
und ist der Himmel dabei klar,
wird es ein segenreiches Jahr.

Quakt der Frosch mit Urgewalt,
ist es nicht mehr ganz so kalt,
wie gestern, als er leiser quakte,
er für heut voraus uns sagte.

Quakt er unterm Binsenbaum,
sieht man die Sonn‘ vor Wolken kaum.

Wenn der Frosch vor wilder Lust,
aufbläht seine Heldenbrust,
und geht auf Wanderschaft zu zweit,
dann ist der Frühling nicht mehr weit.

Zeigt der Frosch nachts sein Gefühl,
ist es draußen stickig schwül.

Wenn er‘s mit seinem Kumpel treibt,
die Nacht gar schwül am Teiche bleibt.

Wenn er mit ‘ner Kröte pennt,
die er nicht persönlich kennt,
obwohl er gar nicht müde ist,
bleibt das Wetter weiter trist.

Wenn er am Morgen Fliegen hascht,
und nachmittags sein Weib vernascht,
dann wird bestimmt der Sommerabend,
warm, erquickend und erlabend.

Wenn er frech und ungeniert,
in lauer Mondnacht tiriliert,
seine grünen Schenkel spreizt,
und nicht mit seinen Reizen geizt,
während er die Gattin drückt,
spielt der März total verrückt.

top



 
 
 
501-525
Wenn er am Teiche, jungvermählt,
zusammen mit der einst’gen Braut,
täglich seine Quappen zählt,
dass ihm keine wird geklaut,
ist der April just grad vorbei,
und es beginnt der schöne Mai.

Wenn er früh nach Hause hüpft,
und brav gleich in sein Bettchen schlüpft,
zu seiner grünen Gattin dann,
kündigt sich der Spätherbst an.

Wenn er beim Ehestandsverkehr,
den Höhepunkt erreicht nicht mehr,
weil auf der Überholungsspur,
ihn ein Mercedes überfuhr,
und er liegt auf der Kröte breit,
dann ist es wieder Urlaubszeit.

Wenn er Hochzeit hält am Teich,
mit drei Froschjungfern zugleich,
und dabei quakt vor Lust obszön,
dann bleibt es noch sehr lange schön.

Doch wenn er, weil er keine findet,
sich um eine Binse windet,
und er beim Froschgott sich beklagt,
weil solches Tun ihm nicht behagt,
und der nicht eingeht auf die Klage,
dann bleibt mies die Wetterlage.

Wenn er am Morgen, frohbeschwingt,
dem Schöpfer schon ein Danklied singt,
weil der so zweckmäßig ihn schuf.
Wenn er einen Jubelruf,
ausstößt, weil er sich so freut,
dann bleibt das Wetter schön auch heut.

Zeigt der Laubfrosch seine Krallen,
lässt der Frühling Wasser fallen.

Bricht er an Matthias Eis,
wird der Sommer mehr als heiß.

Quakt der Laubfrosch in der Scheuer,
fällt die Ernte schlecht aus heuer.

Quakt er an Elisabeth,
der Schneemann nicht mehr lange steht.

Röhrt er wie ein Sechzehnender,
wird es Spätherbst laut Kalender.


Schweigt er an Veronika,
plagt ihn seine Prostata.

Bleibt er bis September stumm,
wird’s Herbst laut Kalendarium.

Verfolgt der Frosch des Mondes Lauf,
und lässt sich von ihm leiten,
und quakt  nachts zu ihm hinauf,
so  kontrollierend die Gezeiten, 
stellt er sicher dass die Flut
nicht überschwappt im Übermut.

Quakt der Frosch in seiner Bleibe,
die ganze Nacht mit seinem Weibe,
in Liebe und in Lust vereint,
der Vollmond lächelnd dazu scheint.

Wenn im März er schweigsam ist,
wird das ganze Jahr wohl Mist.

Zeigt er sich als Nörgelfritze,
folgt dem Nachtfrost Affenhitze.

Liegt er im Februar im Freien,
wird der März vor Kälte schreien.

Ist übergroß die Quappenschar,
welche ihm sein Weib gebar,
wird es, alle wollen leben,
Mücken kaum im Sommer geben.

Singt der Laubfrosch froh im Chor,
uns verliebt sein Schlaflied vor,
dann steigt der Mond im Nachtverlauf,
langsam zu den Sternen auf. 

Hört man den Frosch am Ufer bölken,
wird der Himmel sich bewölken.

Unterbricht er den Gesang,
wird schön der Sonnenuntergang.

Nimmt er sich im Schilf das Leben,
wird es lange Regen geben.

Quakt der Frosch die ganze Nacht,
und besingt die Sternenpracht,
die über ihm am Himmel steht,
am Tag darauf der Südwind weht.

Hüpft der Frosch am Teich gar träge,
gibt es reichlich Niederschläge.

top


526-550
Haucht der Laubfrosch eine Ode,
seiner Liebsten nachts ins Ohr,
und hat jene die Periode,
wagt sich der Vollmond nicht hervor.

Quakt der Laubfrosch vor Verlangen,
die Sterne hell am Himmel prangen.

Quakt der Laubfrosch in der Nacht,
glücklich und gefühlsbetont,
der Abendstern am Himmel lacht,
und später auch der Mond.

Quakt er nachts wie liebestoll,
bleibt es noch lange wundervoll.

Nimmt der Frosch in aller Stille,
heimlich `ne Viagra- Pille,
und nicht wie sonst `nen  Regenwurm,
dann gibt es sicherlich bald Sturm.

Hüpft er auf den Brunnenrand,
splitternackt im Froschgewand,
indem er laut „Prinzessin“ schreit,
ist schon wieder Paarungszeit.

Fängt er sich Espagnolefliegen,
werden wir ein Hoch bald kriegen. 

Wenn er vor Seligkeit beglückt,
im Schilf ganz doll die Gattin drückt,
und leis’ zu ihr „nun komm schon sagt“,
auch uns das Wetter sehr behagt.

Quakt mit der Kröte er konform,
zeigt sich der Mond in Sichelform.

Quakt er des nachts mit dumpfen Bass,
zeigt sich des Mondes Sichel blass.

Wenn er, weil der Nordwind bläst,
unter Wasser Würmer äst,
und auftaucht erst zur Tagesschau,
dann wird die Nacht besonders lau.

Wenn er am Tümpel aus Verlangen,
Mücken anfängt sich zu fangen,
und mit der Zunge schnalzt dabei,
ist es nicht mehr lang bis Mai.


Wenn der Laubfroschmann verschämt,
sich über sein Verhalten grämt,
und er tagelang nicht quakt,
das Wetter ihm nicht sehr behagt.

Wenn er durch das Riedgras stakt,
und kein Wörtchen dabei quakt,
weil er den Adebar grad sah,
ist der Hochsommer schon nah.

Quakt der Frosch im Dämmerlicht,
bald ein neuer Tag anbricht.

Wenn der Laubfrosch hochbetagt,
im Eis sein Sterbewörtchen quakt,
und ihm ums Herz wird dabei eng,
wird der Winter mehr als streng.

Liegt er blass und ziemlich krank,
auf einer Großstadtsonnenbank,
weil ihm, was er uns nicht verhehlt,
an seinem Teich die Sonne fehlt,
die auch wir Menschen oft vermissen,
wird der Sommer sehr beschissen.

Quakt der Frosch zu später Stunde,
ist’s  dritter März und Kunigunde.

Singt der Laubfrosch im Sopran,
lässt der März sich trocken an.

Quakt er im Frühling gern bei Nacht,
im Sommer oft der Donner kracht.

Quakt er an Felizitas,
gibt’s an Arnulf, Bruno was.

Wenn er den März vermaledeit,
dann beginnt die Fastenzeit.

Wenn er im Riedgrad ängstlich zittert,
dann weil er einen Schneesturm wittert.

Wenn er im März nach dem Verloben,
seine Hochzeit hat verschoben,
weil er nachts noch frieren muss,
ist mit dem Winter längst nicht Schluss.

Wenn er an Gregorius,
bereit ist schon zum Koitus,
lässt der März so gut sich an,
dass auch der Bauer säen kann.

top


551-575
Wenn er für Luise singt,
der Winter keinen Schnee mehr bringt.

Quakt der Laubfroschmann am See,
und schielt verliebt auf’s Dekollete‘,
seiner Auserwählten er,
tut sich der Winter sehr, sehr schwer.

Quakt er im Kartoffelkeller,
hat er kaum Fliegen auf dem Teller.

Quakt er in der Märzens Iden,
plagen ihn die Hämorrhoiden.

Wenn er im März auf Brautschau geht,
die Sonne warm am Himmel steht.

Wenn es, just als er sie freit,
plötzlich doch noch einmal schneit,
und er trotzdem weitermacht,
ist’s aus mit Schnee und Jungfernpracht.

Singt er fröhlich „trallala“,
wird es schön an Barbara. 

Fehlt ihm vom Hinterbein ein Stück,
dann sind die Störche schon zurück.

Schweigt der Frosch an Beatrix,
wird’s mit dem Sommer wieder nix.

Wenn er beim Quaken einmal patzt,
und sich aufbläst bis er platzt,
lag er falsch mit der Prognose.
Lautet dann die Diagnose
des Pillendrehers „Exitus“,
übernimmt sein Filius
die Vorhersage, und der,
sagt viel besser noch vorher,
als sein Vater namens Tosch.
Auch er wurd‘ deshalb Wetterfrosch.
Sein Daddy war ein Waisenknabe
gegen ihn. Mit Sehergabe,
sagt er das Wetter dann voraus.
Er kennt sich noch viel besser aus,
als, Gott hab ihn selig, sein Papa.
Zwar ging ihm dessen Tod sehr nah,
und er wird Ihn auch, den Alten,
lange noch in Ehren halten,
doch die Vorhersage macht nun,
es gibt so viel ja noch zu tun,
wie Tosch zu Lebzeiten uns schon
angedeutet hat, sein Sohn.

So lasst mich von den Wetterfröschen,
selbst wenn sie leeres Stroh mal dröschen,
ein paar erstaunliche Geschichten,
euch ganz kurz noch hier berichten.
Was hoffend, dass es mir gelinge,
gekürzt ich zu Papier nun bringe,
erfuhr ich von dem Wetterfrosch,
Quax, so hieß der Sohn von Tosch.


Wenn alle Frösche schweigsam sind
Die Karwoche am Teich beginnt.

Quakt der Frosch zum Mückenflug,
spannt man die Rosse vor den Pflug.

Quakt er weil ihn `ne Mücke biss,
ist er des Frühlings sich gewiss.

Schwingt sein Kropf in Resonanz,
und quakt er auf zum Hochzeitstanz,
und hört man ihn die Stimme heben,
wird es keinen Nachtfrost geben.

Wenn die Frösche sich an Schaben,
lieber als an Fliegen laben,
das ist dem dümmsten Bauern klar,
gibt es ein schlechtes Fliegenjahr.
Quakt der Frosch im Hühnerstall,
„hört zu, das ist ein Überfall“,
und stiehlt dem Hahne er ein Ei,
dann ist der Februar vorbei.

Quakt der Frosch zur Fastenzeit,
dann ist Ostern nicht mehr weit.

Quakt er in die Nacht hinein,
wird das Wetter gut gedeih’n.

Quakt er nicht, obwohl er soll,
hat er vor’m Storch die Hosen voll.

Trägt der Frosch die grüne Weste,
wird es warm zum Osterfeste,
zieht er jedoch die braune an,
hat er sich in der Zeit vertan.

Märzwind, Froschgesang und Regen,
verhießen im Altertum schon Segen
als der Laubfrosch, wenn er quakte,
noch griechisch sprach und „korax“ sagte.

Wenn die Frösche fleißig springen,
wollen sie uns Regen bringen.

Quakt der Laubfrosch im Salat,
wird es Frühling in der Tat.

Quakt der Frosch an Gundelind,
bringt uns der April viel Wind.

Hört man ihn gar freudig trillern,
die Wolken abends rötlich schillern.

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576-600
Wenn seine Stimme rostig klingt,
der April viel Wasser bringt.

Wenn sie süß und lieblich schallt,
blühen die Osterglocken bald.

Quakt er an Sankt Benedikt,
Petrus uns viel Wolken schickt.

Stellt er sein Singen morgens ein,
bleibt der Himmel blau und rein.

Wenn statt zu singen er laut knödelt,
der Frühling den Beginn vertrödelt.

Wenn er wie ein Sperling tschilpt,
das Gras im Sommer schnell vergilbt.

Wenn sein Ruf vom Teich her schrillt
während dort sein Laich aufquillt,
und er den Hunger dadurch stillt,
dass er Muck um Mücke killt,
und sie auffrisst ungegrillt,
der Sprühregen zur Traufe schwillt.

Wenn er sich als Löwe tarnt,
vor Waldbrandgefahr er uns warnt.

Froschgesang zum Märzenstaub,
bringt den Bauern Gras und Laub.

Quakt der Frosch an Bernadette,
mit der Kröte um die Wette,
und sind dann beide plötzlich still,
gibt es Nachtfrost im April.

Sieht man ihn den Becher heben,
wird es sicherlich was geben.

Quakt er im April sehr viel,
wird der Mai ein Trauerspiel.


Quakt er unter kahlen Reben,
wird es große Trauben geben.

Sieht man ihn beim Eisstockschießen,
wird es sicherlich nicht gießen.

Fährt er wie ein geölter Blitz,
Schi im winterlichen Kitz,
wie Toni einst hinab den Hang,
dauert der Winter sicher lang.

Quakt er im Sumpfe eingeschneit,
ist der Frühling noch sehr weit.

Wenn er zu quaken sich bemüht,
ehe noch ein Gräschen blüht,
ist er zu früh aufgewacht,
denn es gibt Bodenfrost zur Nacht.

Quakt er als wäre er verschleimt,
hat die Saat grad angekeimt.

Trinkt er statt Wasser Frostschutzmittel,
ist kalt der Mai, im ersten Drittel.

Prüft der Frosch mit Sachverstand,
morgens den Barometerstand,
und quakt drauf, „tausend Millibar“,
bleibt das Wetter weiter klar.

Wenn er, weil er noch unbeweibt,
sein Quaken nachts arg übertreibt,
und sich überstrapaziert,
wird der Tag wohltemperiert.

Quakt statt in Prosa er in Reimen,
wird die neue Saat gut keimen.

Bleibt er im Mai bis Mittag liegen,
die Maikäfer am Abend fliegen.

Wenn er brüllt so wie der Leu,
ist der Juni wasserscheu.

Quakt er nur zögernd, peu a peu,
sagt der Sommer uns adieu.

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Last update
28.12.2000
 
Copyright (C) by Kai Wiegran