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Laubfroschwetterregeln
erdacht und niedergeschrieben von R.W. Aristoquakes


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601-625
Hört man ihn im Mai frohlocken,
wird der Juni ziemlich trocken.

Wenn er uns den Nachtschlaf raubt,
ein Sandsturm durch die Lande staubt.

Hat er in den letzten Wochen,
sich quakend mehrmals schon versprochen,
wenn er statt „korax“ „xarok“ sprach,
gibt es Nässe mannigfach.

Quakt er, als ob er es noch übe,
bleibt das Wetter weiter trübe.

Wenn er seine Fliegen stippt,
und selten nur am Wasser nippt,
und kaum noch um ein Weibchen wirbt,
weil er glaubt, dass er bald stirbt,
und lustlos rumhängt nur am Strand,
fegt ein Herbststurm übers Land.

Wenn er jedoch am Wasser sitzt,
und sich ein Trillerpfeifchen schnitzt,
gekonnt und mit viel Sachverstand,
zeigt der Frühling sein Gewand.

Macht er nachts auf der Veranda,
lautstark für sich Propaganda,
weil er nicht allein will sein,
regnet es sich weiter ein.

Quakt der Laubfrosch ohne Ende,
kommt die Sommersonnenwende.

Wenn er eine Schneeballschlacht,
am Teiche mit den Quappen macht,
gab es, ach herrjemine,
Anfang Juni noch mal Schnee.

Quakt der Frosch im Butterfass,
ist auf den Sommer kaum Verlass.

Quakt der Frosch an Himmelfahrt,
er vor Nebel uns bewahrt.

Quakt der Frosch im Maggio,
wird es Sommer auch am Po.


Benutzt er seine Zungenspitze,
wie der Soldat die Feldhaubitze,
um den Gegner zu erschießen,
wird Mückenblut statt Regen fließen.

Bläht die Wangen er extrem,
im Zweikammerquaksystem,
auf zum Dauernachtgesang,
bleibt es trocken nicht mehr lang.

Wenn der Frosch im Majus schreit,
steht der Juni schon bereit.

Quakt er im Reim wie ein Rhapsode,
dann beginnt die Heizperiode.

Hockt er auf einer Lotosknolle,
so als ob er quaken wolle,
und lässt er es dann dennoch sein,
stellt sich feuchtes Wetter ein.

Quakt der Laubfrosch mit Methode,
zum Gejaul‘ der Quetschkommode,
und bläst die Backen er groß auf,
gibt Regen es im Nachtverlauf.

Quakt der Frosch gar monoton,
nur noch von einem, der Fusion
mit der Kröte, wird es März,
und auch uns gar warm ums Herz.

Quakt der Frosch an Ottokar,
ist noch längst nicht Waldemar.

Wenn er vergnügt sei Pfeifchen raucht,
der Herbst in letzten Zügen kraucht.

Schlägt der Frosch, auf Frischfleisch geil,
der Mücke ab ihr Vorderteil,
und lässt den Hintern weiterfliegen,
werden wir ein Gewitter kriegen.

Quakt der Frosch an Adalbert,
der Mai uns Trockenheit beschert.

Hat er sich ganz ungeniert,
als Truthahn oder Pfau maskiert,
und quakt von Hitze er im März,
dann ist das nur ein Faschingsscherz.

Quakt der Frosch an Bonifaz,
ist vorbei des Winters Hatz.

top


626-650
Wenn er im März sich verlustiert,
der Nachwuchs oft im Eis erfriert.

Quakt der Frosch an Nepomuk,
ist vorbei der Nachtfrostspuk.

Wenn er den Winter laut veräfft,
der Frühling schon die Röcke refft.

Quakt er im Duo mit dem Bruder,
übernimmt der Herbst das Ruder.

Lutscht der Frosch am Hungertuch,
und macht dann einen Mordversuch
an sich selbst und hängt sich auf,
scheint die Sonne kurz darauf.

Wenn er, was nicht sehr oft geschieht,
überlebt den Suizid,
und er herabsteigt von der Leiter,
und quakt frustriert wie vorher weiter,
dann lockert sicherlich kurz drauf,
von grau in schwarz der Himmel auf.

Wenn ihm, als er grad uriniert,
der Wasserstrahl zu Eis gefriert,
ist mit dem Winter noch nicht Schluss,
und Schuld d‘ran ist Servatius.

Quakt er an Pankratius,
der Winter bald schon weichen muss.

Wenn sein Laich wird ruiniert,
weil er bei Nacht zu Eis gefriert,
quakt der Frosch tags drauf ohn‘ Huld,
„die kalte Sophie ist dran schuld“.

Wenn die Kröten Eier tragen,
künden sie von wärm’ren Tagen.

Quakt der Frosch an Konstantin,
die Nebel sich erst spät verziehn.

Taucht der Frosch im Teiche tiefer,
und findet er kein Ungeziefer,
unter Wasser, wo er sucht,
tragen die Felder gute Frucht.

Springt der Laubfrosch mit Juchhe,
ins Wasser nach dem Mückentee,
und quakt er tauchend dort dann weiter,
bleibt das Wetter weiter heiter.

Wenn der grüne Tunichtgut,
es mit einer Kröte tut,
und zu ihr sagt, „mein Abendstern,
so glaub mir doch, ich hab dich gern“,
und dann, nachdem er mit ihr pennte,
abhaut, weil die Alimente
für tausend Quappen er nicht hat,
bleibt das Wetter desolat.

Wenn er denkt, so wie ein Grübler,
wird das Wetter noch viel übler.


Bringt er der Liebsten einen Strauß
Stubenfliegen mit nach Haus,
und küsst ihr dann galant die Hand,
verzieht sich jede Wolkenwand.

Reißt einer Fliege hundsgemein,
er aus das rechte Hinterbein,
während er gar schelmisch lacht,
bleibt es trocken über Nacht.

Gefriert der Schnee auf seiner Stirn,
jede Nacht erneut zu Firn,
und er gar nicht laichen will,
bleibt es Winter bis April.

Küsst der Laubfrosch eine kecke,
knackig junge Weinbergschnecke,
und quakt drauf, „bäh, dein zäher Schleim,
ist klebriger wie Fliegenleim“,
und klebt ihm dann sein Froschmaul zu,
steht eine Nacht bevor voll Ruh.

Sieht der Frosch im Internet,
`ne Fliege, die er gerne hätt‘,
und macht er sie per Mausklick an,
lacht die Sonne ganz spontan.

Wenn der alte Laubfrosch schnöde,
in Sachen Sex nicht grade spröde,
der alten Krott den Kopf verdreht,
dass die vor Liebe schier vergeht,
und sie danach gar dankbar sagt,
„mein Gott wie hast du schön gequakt“,
dann ist der Herbst noch nicht vorbei,
aber länger schon der Mai.

Wenn die Frösche beinah blind,
allesamt vor Liebe sind,
und sie sich, ohn‘ groß zu jammern,
selbst an die Geschwister klammern,
oder sich nach kurzem Proben,
mit der Mama gar verloben,
in ihrer Lust gar unverzagt,
ist eine Schlammschlacht angesagt.
Hat jeder sich dann ausgewühlt,
und ist die Sehnsucht abgekühlt,
ist dank anderer Interessen,
die laue Nacht sehr bald vergessen.
Wenn dann auch noch die Sonne scheint,
der Mai besonders gut es meint.

Wenn der Laubfrosch ungestört,
seine Nachbarin betört,
die bei ihm ist grad zu Besuch,
und zu ihr nach dem Ehebruch,
während sie sich noch zieht an,
quakt, „das hat mir gut getan“,
wird es zwar kein Eheleben,
mit ihr, doch ein Gewitter geben.

Quaken die Frösche in den Hecken,
kommt des Winters Frost und Schrecken.

Wenn die Frösche Quappen zeugen,
wird sich der Winter endlich beugen.

top

651-675
Wenn Frösche ihre Kröpfe beulen,
wird der Frühlingssturm bald heulen.

Wenn der Laubfrosch seinen Jungen,
hat ein Wiegenlied gesungen,
und er selbst, gar ehrenwert,
sich klar macht für das Froschkonzert,
bei welchem er dann lustbeschwingt
im Kontrabass das Solo singt,
heute, wie an jeden Abend,
wird das Wetter sehr erlabend.

Wenn der Frosch im Julmond schreit,
ist der Hartung nicht mehr weit.

Quakt der Frosch an Barnabas,
gibt es garantiert noch was.

Quakt der Frosch an Ezechiel,
gibt es Nebel, ziemlich viel.

Quakt der Frosch an Stanislaus,
rollen die Kartoffeln raus.

Quakt der Frosch im Wattenmeer,
ist das Watt grad wasserleer.

Quakt der Laubfrosch gar nicht mehr,
gibt das Wetter gar nichts her.

Quakt der Laubfrosch in der Milch,
buttert er, der grüne Knilch.

Macht er den wilden Tiger an,
er bald schon nicht mehr quaken kann.

Quakt der Frosch auf hoher See,
taut dort bei Frost sogar der Schnee.

Quakt der Frosch im Petersdom,
ist der Sommer heiß in Rom.


Quakt der Frosch in Amsterdam,
markerschütternd in der Gracht,
und hört man ihn bis Rotterdam,
bleibt die Luft klar, auch bei Nacht.

Quakt der Frosch im Winter viel,
wird der Sommer schön am Nil.

Quakt der Frosch am Holmenkollen,
die Wolken sich nicht trollen wollen.

Quakt der Laubfrosch nachts um vier,
wie am Spieß, im Nachtquartier,
und klagt er über Schluckbeschwerden,
wird der Tag arg trocken werden.

Quakt der Frosch im Herbst im Garten,
lässt der Winter auf sich warten.

Quakt der Frosch mit voller Kraft,
steht der Frühling voll im Saft.

Quakt der Frosch gar laut und viel,
hängt das Obst sehr fest am Stiel.

Hüpft der Frosch durchs Schilfrohr schnell,
wird der Winter streng und hell.

Quakt der Frosch bei Nacht sehr lange,
ist der Frühling gut im Gange.

Schweigt der Frosch im Schilfe stumm,
dann sieh dich nach `nem Ofen um.

Sitzt der Laubfrosch hoch im Ast,
ist der Winter bald sein Gast.

Quakt er hinter Lotosblüten,
will er den Sommer uns behüten.

Quakt der Frosch vor Glück benommen,
spürt er den Sommer langsam kommen.

 

top


676-700
Macht der Laubfrosch dicke Backen,
wird der Winter ihn bald packen.

Quakt er die ganze Nacht sich aus,
gibt es Sturm mit Saus und Braus.

Fängt er im Eise an zu toben,
wird es langsam Frühling oben.

Quakt er verstört zur Adventszeit,
nebst Kohl der Schnupfen gut gedeiht.

Sitzt der Frosch im Mäuseloch,
wird es länger regnen noch.

Tanzt der Laubfrosch Cha-Cha-Cha,
ist Sommer in Brasilia.

Quakt der Frosch im Winterwald,
ist draußen ziemlich kalt.

Wenn der Froschlaich unter geht,
das Korn im Sommer trefflich steht.
Wenn er jedoch oben schwimmt,
ein nasses Jahr den Anfang nimmt.

Hüpft er mit den Frosch-Gefährten,
über die Beete in den Gärten,
auf der Pirsch nach offnem Wasser,
wird der Sommer ein sehr nasser.

Zögern die Frösch‘ im Eise noch,
und unterdrücken den Gesang,
bleibt des Winters strenges Joch,
noch eine ganze Weile lang.

Wenn sie im Eis ein Schlupfloch finden,
wird der Winter bald verschwinden.

Sieht man den Frosch die Zähne fletschen,
und wütend einen Wurm zerquetschen,
so als wär‘ er ein Sadist,
bleibt das Wetter weiter trist.

Frisst sich der Frosch an Fliegen fett,
ist weit des Sommers Sterbebett.

Friert ihm, da kannst Du sicher sein,
beim Quaken gar die Stimme ein,
und siehst Du ihn vor Kälte beben,
wird es `nen langen Winter geben.

Wenn er wie ein Huhn sich mausert,
und nicht mit Trockenfliegen knausert,
und der Kröte, die er liebt,
nachts sein letztes Hemdchen gibt,
dann stellt, wie könnt‘ es anders sein,
sich wieder mal der Frühling ein.


Wenn er sich das Maul verbeult,
und quakend mit den Wölfen heult,
obwohl ihm das nicht sehr gefällt,
der Winter langsam Einzug hält.

Quakt der Frosch in Atemnot,
den Bauern ein Gewitter droht.
Schweigt der Laubfrosch im Advent,
der Winter keine Gnade kennt.

Was der Laubfrosch gar nicht mag,
ist ein Weihnachtsdonnerschlag.
Tritt der aber dennoch ein,
und geht es ihm durch Mark und Bein,
denkt er bei sich gar bauernschlau,
„mein Gott, ist dieser Winter rau“.

Wenn der Frosch nach Laubfroschart,
sich mit einem Ochsen paart,
kommt ganz sicher, ei der Daus,
ein Ochsenfrosch dabei daraus.
Wenn der dann statt zu quaken muht,
bleibt das Wetter länger gut.

Wenn er auf einen Igel steigt,
weil der ihm grad den Rücken zeigt,
und er, nachdem er’s mit ihm trieb,
total zerstochen, wie ein Sieb,
entsetzlich quakt, vor lauter Pein,
dann stellt sich schlechtes Wetter ein.

Wenn im Amplexus er hingegen,
einen Salto schlägt verwegen,
und dies der Gattin nicht behagt,
sind kühle Nächte angesagt.

Wenn er in wilder Liebeslust,
der Nachbarin geht an die Brust,
und dabei quakt, „nun zier dich nicht“,
dann ist das Hoch bereits in Sicht.

Wenn er es ihr von hinten macht,
und dämlich grinsend dabei lacht,
während sie vor Wollust schreit,
ist der Frühling nicht mehr weit.

Wenn, weil zum Quaken er zu  faul,
zum Küssen benutzt nur sein Maul,
und er dabei im Übermut,
was sich nicht schickt, gar lüstern tut,
wenn er sein Fröschlein  so verwöhnt,
dass sie nur noch „quaqua“ stöhnt,
dann kündigt sich ein Sturm bald an,
oder sogar ein Orkan.

Springt der Frosch ins Wasser schnell,
scheint die Sonne ihm zu hell.

top



 
 
 
701-725
Quakt er nachts, dass Gott erbarm,
wird es draußen langsam warm.

Wenn der Laubfrosch Englisch quakt,
und statt „quak“ er „ribbit“ sagt,
ist der Sommer endlich da,
drüben in Amerika.

Wenn er am Teiche irgendwo,
mit dem Kumpel Po an Po,
weil auch der noch unbeweibt,
es auf diese Weise treibt,
und beide haben Spaß daran,
lässt sich der Frühling recht gut an. 

Quakt er zur Kröte wohlgesinnt,
„komm mit, ich schenke die ein Kind“,
und tauchen beide dann im Teiche,
lustig unter zwecks der Laiche,
um sogleich zur Tat zu schreiten,
und die Sache einzuleiten,
ist es, selbst wenn es noch schneit,
am Froschteich wieder Frühlingszeit. 

Wenn er sich einmal mehr erlaubt,
und tut was sie so gerne mag,
indem er ihr die Sinne raubt,
dann ist schon wieder Muttertag.

Wenn sie ihm, was er gern hat, zeigt,
und er dann auf der Fidel geigt,
gar lustbetont und virtuos,
bleibt das Wetter tadellos.

Wenn er ihr ins Öhrchen haucht,
dass er ein bisschen Liebe braucht,
und sie allein möchte lieber sein,
stellt sich Donnerwetter ein.

Wenn er lustig, schwer auf Zack,
auf der Kröte huckepack,
reitet im gebremsten Trab,
froh gesinnt zum Teich hinab,
und fröhlich grinst obwohl es weit,
dann ist wieder Frühlingszeit.

Wenn er später hopp, hopp, hopp,
reitet schneller Froschgalopp,
seinem Ross lässt freien Lauf,
geht strahlend hell die Sonne auf. 

Bockt plötzlich, weil es nicht mehr kann,
unter ihm das Ross spontan,
so dass er aus dem Sattel fliegt,
und wie tot im Grase liegt,
schreibt man den dreizehnten April.
Da macht das Wetter was es will.

Geht mit der Gattin, Arm in Arm,
er am Schilfrande spazieren,
bleibt der ganze Tag schön warm,
und auch nachts wird es nicht frieren.

Wenn er am Teich ganz unbeschwert,
mit einem fremden Frosch verkehrt,
ad hoc und ohne viel Gezeter,
steht auf Sturm das Barometer. 


Wenn er seine Zunge streckt,
und frech an ihren Warzen leckt,
wenn er an eines nur noch denkt,
sich die Wolkendecke senkt. 

Treibt er es mit nackten Luchen,
im Pfuhl oder in Ackerfurchen,
und singt er denen, mit Humor,
etwas gar obszönes vor,
und grinst er dabei himmelwärts,
dann bleibt warm der ganze März.

Quakt der grüne Schwanzloslurch,
die ganze Nacht gar lustig durch,
ohne ‘ne Pause einzulegen,
gibt es reichen Kindersegen. 

Wurde der Laich von seiner Lieben,
vom Mai-Hochwasser abgetrieben,
obwohl er gut entwickelt war,
gibt es ein regenreiches Jahr.

Quakt der Frosch zum Zwölfuhrschlag,
weil er vorher noch nicht mag,
und geht er nach dem Mittagessen,
die Temperatur des Wassers messen,
denn er badet ja so gern,
ist der Sommer nicht mehr fern.

Entleert er nachmittags den Darm,
wird der Abend ziemlich warm.

Hustet er, ganz zweifelsohne,
ist Sommer in der Sahelzone.
Wenn der Frosch in seiner List,
sogar die eig‘nen Quappen frisst,
wird es für das Überleben,
dies Jahr zu wenig Fliegen geben.

Frösche, die sich nicht schlafen legen,
warten auf den Tropenregen.

Quakt der Frosch so laut er kann,
kündigt er „el nino“ an. 

Singt der Laubfrosch wie die Callas,
ist das Wetter schön in Dallas.

Trällert er am Teiche froh,
sein Lied gar in Fortissimo,
regnet es, weil klar die Sicht,
in ganz Südeuropa nicht.
Falls es aber trotzdem regnet,
ist der Regen gottgesegnet.

Wagt sich der Frosch, es ist ein Graus,
aus dem Wasser nicht heraus,
weil es schon seit Tagen gießt,
sein Teich bald übers Ufer fließt.

Wenn er gar unter Wasser frisst,
es draußen ungemütlich ist.

top


726-750
Wenn des Frosches Augen schimmern,
und wie Sterne blinkend flimmern,
und er, der Kröte zugeneigt,
seine strammen Schenkel zeigt,
und die Holde ihm, als Liebeszeichen,
entgegenreckt die Warzenweichen,
und zu ihm quakt, „komm, lass uns geh’n“,
ist weder Eis noch Schnee zu seh’n.

Wenn der Frosch, im stillen Hoffen,
beide Augen hält weit offen,
und seine Zunge schussbereit,
um eine Mücke abzuschießen,
gilt es nach langer Regenzeit,
den Sommer endlich zu genießen.

Quakt der Laubfrosch kurz und trocken,
gibt es im Sommer guten Roggen.

Wenn Frösche zu den Teichen ziehen,
muss der Winter schon bald fliehen.

Macht sich der Frosch am Teiche breit,
beginnt die schöne Julizeit.

Wenn Frösche sich um Würmer streiten,
gibt es schlechte Erntezeiten.

Tritt der Frosch geharnischt auf,
nimmt Blitz und Donner seinen Lauf.

Quakt der Frosch oh’n Unterlass,
läuft über bald das Regenfass.

Atmet der Frosch am Teiche schwer,
und meckert, „die verdammte Hitze“,
zucken bestimmt von Norden her,
kurz darauf die ersten Blitze.

Wenn der Kröter, zwecks der Zucht,
sich eine Nordpolkröte sucht,
damit sein Blut bleibt nordisch rein,
dann stellt sich Schmuddelwetter ein.

Wenn sich die beiden trotzdem paaren,
darüber bin ich mir im Klaren,
ist das Ergebnis eine Frucht,
die ihresgleichen sicher sucht.
Stellen sich tausend Quappen ein,
sind allesamt im Blut zwar rein,
doch auf das Wetter, ei der Daus,
wirkt es sich noch lang nicht aus.

Sieht man den Frosch gelangweilt gähnen,
und liegt sein Weib am Teich in Tränen,
wird das Wetter dieses Jahr
so schlecht wie es im letzten war.


Trägt der Frosch die viel zu große,
alte grüne Badehose,
und wirkt er dürr und abgemagert,
ein Tief am Teiche lang schon lagert.

Wenn der Laubfrosch quakt im Regen,
wird sich der Nordwind schlafen legen.

Wenn er im Wasser stehend singt,
sein Gesang nichts Gutes bringt.

Wenn der Frosch im Gilbhart schreit,
ist der Nebelung nicht weit.

Quakt er im Ernting laut, ja dann,
kündigt er den Scheiding an.

Hört man im Heuert seinen Schrei,
ist der Brachet just vorbei.

Wenn der Frosch im Hartung quakt,
er bis zum Lenzing nichts mehr sagt.

Quakt er noch zu später Stund,
geht es am Teich mal wieder rund.

Verschmäht er seinen Mückenbrei,
und ist der Wurm ihm einerlei,
und schaut er keine Fliege an,
wälzt eine Schlammflut sich heran.

Wenn er Frau Krötes Warzen zählt,
bevor er sich mit ihr vermählt,
und es mehr als hundert sind,
wird die Nacht besonders lind.

Wenn ihm, nachdem er abgelaicht,
aus Verseh’n ein Furz entweicht,
und die Blähung stinkt gar sehr,
scheint die Sonne lang nicht mehr.

Quakt der Frosch im Wellental,
geht es aufwärts wieder mal.

Schlagen die Wellen meterhoch,
und quakt der Frosch dann immer noch,
weil er wie Ihr alle wisst,
ein ganz guter Schwimmer ist,
kündigt sich nach dem Orkan,
ganz sicher eine Flaute an.

top


751-775
Sieht man den Frosch am Ufer stehen,
oder dort spazieren gehen,
und hat den Schirm er nicht dabei,
bleibt es ganz sicher regenfrei.

Wenn morgens er, beim ersten Licht,
„ich liebe dich“, zur Kröte spricht,
und die zeigt ihm den Vogel, dann
kündigt sich ein Sturmtief an.

Wenn er stolz und selbstbewusst,
im Schilf mit der Prinzessin schmust,
und die, als er sie küssen will,
schüchtern tut und nicht hält still,
und er sie nimmt dann mit Gewalt,
dann ist die Nacht mehr heiß als kalt.

Stürzt sich der Frosch vom Eifelturm,
hinab ins Gras auf einen Wurm, 
wird es nach dem Hinunterschweben,
einen dumpfen Aufschlag geben.
Wenn der Frosch das übersteht,
er dem Wurm den Hals umdreht.
Hat er dieses dann getan,
fängt sicher es zu regnen an.

Trägt der Frosch `nen Lendenschurz,
welcher ihm ist viel zu kurz,
nimmt das Wetter seinen Gang.
Gibt es keinen Wettersturz,
bleibt der Sommer heiß und lang,
wie des Frosches Schniepelwurz.

Sieht man den Frosch zum Wasser streben,
wird Hitze es und Dürre geben.

Treibt er es, der Erzhalunke,
in der Nacht mit einer Unke,
und hört man ihn in Wollust schreien,
liegt Eis und Schnee noch auf Jan Mayen.

Quakt er, um sich hervor zu tun, 
im Regenwalde, im Monsun,
und geht sein Schrei im Wasser unter,
kommt bald das Hoch mit Namen Gunther.

Hat er `nen Taifun überstanden,
doch kam sein Weib dabei abhanden,
und sucht er nun gar ärgerlich,
am Teiche eine and’re sich,
mit der er von ganz vorn beginnt,
dann weht bald d’rauf ein and’rer Wind.

Legt er die Denkerstirn in Falten,
wird bald der Winter wieder walten.

Wenn er am Teich ein Solo singt,
sein Lied noch keinen Sommer bringt,
doch singt er mit der Nachtigall,
dann ist das garantiert der Fall.


Wenn er die ganze Nacht lang ruft,
verkrümelt sich die Nordseeluft,
und wenn er gar bis zehn Uhr schreit,
macht ein Azorenhoch sich breit
 .
Quakt der Frosch im Ahnensaal,
weil dort keine Fliegen sind,
gibt es neben dem Skandal,
ganz sicherlich ein bisschen Wind.

Quakt der Laubfrosch ungehemmt,
das Hochwasser ihn fort bald schwemmt. 

Quakt der Frosch des nachts vermehrt,
ist der Kühlschrank arg geleert.

Quakt der Frosch bei vollem Mond,
der Regen uns tags drauf verschont.

Wirft er Spreu, ohn‘ dass er ruft,
prüft den Wind er in der Luft.

Wenn er wie besoffen lallt,
ist hoch ihr Feuchtigkeitsgehalt.

Hat er bis zwölf im Bett gelegen,
lässt langsam nach der Nieselregen.

Trägt er zum grünen Overall,
seinen dicken roten Schal,
ist, auch wenn es noch nicht schneit,
der Winter garantiert nicht weit.

Schlüpft er in den Mantel dann,
und zieht die wollnen Socken an,
und drückt die Mütze sich aufs Ohr,
steht der Winter kurz bevor.

Greift er zum Pelze, ach herrje,
gibt es ganz sicherlich bald Schnee.

Setz er Grünspan an und Rost,
kommt der erste Bodenfrost.

Schlüpft er in die Filzpantoffeln,
gibt es abends Bratkartoffeln,
doch wenn im Bett er danach friert,
der Winter draußen schon regiert. 

Zieht er, falls er es  noch kann,
tags drauf sich zwei Paar Handschuh‘ an,
damit die Finger und die Zehen,
die Kälte schadlos überstehen,
und frisst die Schaben er samt Pelle,
kommt schon die nächste Kältewelle.

Frösche welche in den Auen,
am Fluss durch graue Nebel schauen,
selbst wenn sie Sonn‘ im Herzen hegen,
bringen meistens doch nur Regen.

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776-800
Quaken die Leitfrösche der Herden,
wird das Wetter wärmer werden.

Quaken die Frösche auf den Stegen,
sich die Stürme schlafen legen.

Quaken die Frösch‘ im Mittagswind,
tun sie’s weil sie sicher sind,
auch wenn es ihnen gar nicht frommt,
dass gleich ein Gewitter kommt.

Träumt der Frosch im Wetterglase,
von seiner hübschen jungen Base,
welche er so gerne mag,
dann wird es ein schöner Tag. 

Wenn er „muh“ statt „korax“ sagt,
der Nachtfrost ihn mal wieder plagt.

Wenn er die Mücken wiederkäut
wird es nicht besonders heut.

Quakt er in des Heuerts Iden,
ist viel Sonne uns beschieden.

Wenn er sich mit der Krott verbündet,
er schwüle Nächte uns verkündet.

Sitzt er am Teich im Sonnenschein,
stellt sich bald der Sommer ein.

Fährt er beim ersten Morgenrot
schon zum Fischen mit dem Boot,
dann ist die Luft schön klar und rein,
so wie sie immer sollte sein.

Sieht fröstelnd man am Teich ihn sitzen,
sind schneebedeckt die Tannenspitzen,
und schaut der Frosch gar traurig drein,
dann stellt sich wohl der Winter ein.

Quakt der Frosch wie wild am Teich,
ist die Luft an Regen reich.

Halten die Frösche ihre Goschen,
wird das Getreide bald gedroschen.
Quakt der Frosch beim ersten Licht,
die Sonne durch die Wolken bricht.


Treibt es der Laubfrosch mit der Kröte,
wird’s dunkel nach der Abendröte.

Quakt der Frosch in Rückenlage,
gibt es ein paar schöne Tage.

Zählt der Frosch bei Nacht die Sterne,
ist der Winter noch sehr ferne.

Schnappt der Frosch am Teich nach Luft,
bevor er lauthals „korax“ ruft,
und reißt das Maul er dabei auf,
nimmt ein Orkantief seinen Lauf.

Bleibt der Frosch schön brav zu Haus,
bricht nachts ein Nachtgewitter aus. 

Wenn, bevor zu Bett er geht,
er niederkniet zum Nachtgebet,
und er das „Vater unser“ spricht,
regnet es acht Tage nicht.

Wenn er auf der Latrine sitzt,
donnert es bevor es blitzt.

Kaut er auf `nem Grashalm rum,
schlägt das Wetter lang nicht um.

Macht er nachmittags Geschrei,
ist das Gewitter schon vorbei.

Wenn, bei Dunkelheit und schlechter Sicht,
er Motten fängt, bei Kerzenlicht,
weil die Mücken werden rar,
sind die Nächte kalt und klar.

Quakt der Frosch auf seinem Blatt,
statt in Hochdeutsch plötzlich platt,
und sagt „moin moin“ er statt „quak“,
dann wird es ein schöner Tag.

Wenn der Laubfrosch spanisch spricht
und Du verstehst die Sprache nicht,
denk nicht erst lang darüber nach,
ganz sicher er vom Wetter sprach,
und drüber, dass es ziemlich trist,
selbst in Spanien heuer ist.

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Last update
29.12.2000
 
Copyright (C) by Kai Wiegran