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Laubfroschwetterregeln
erdacht und niedergeschrieben von R.W. Aristoquakes


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801-825
Röhrt er gar in Unvernunft,
wie der Hirsch im Wald zur Brunft,
und kriecht dann in sein Winternest,
gibt es ein weißes Weihnachtsfest.

Bürstet er sein Warzenfell,
ist die Kälte bald zur Stell.

Wenn Frösche faul im Wasser liegen,
werden wir warmes Wetter kriegen.

Wenn der Frosch die Ohren spitzt,
während er im Rohre sitzt,
und so ein Nickerchen dort hält,
weder Schnee noch Regen fällt.

Wenn er sich die Zähne putzt, 
uns sich seinen Schnauzer stutzt,
und sich klar macht fürs Konzert,
hat der Luftdruck Durchschnittswert.

Wühlt der Frosch am Froschteichstrande,
wie ein Huhn im Ufersande,
und sucht verzweifelt einen Wurm,
gibt es sicherlich bald Sturm.

Wenn er sich nachts im Bett umdreht,
weil er vor Sehnsucht schier vergeht,
und seine auserwählte Braut,
lustlos aus der Wäsche schaut,
weil sie Migräne hat, o je,
hält sich das Hoch noch lang am See.

Quakt er zornig, „so ein Mist“,
bleibt es trocken, wie es ist.

Quakt der Frosch im Hühnerhaus,
bleibt das schöne Wetter aus.

Quakt er jedoch im Gänsestall,
regnet es wie im Wasserfall.

Wenn der Frosch am Teiche murrt,
oder wie ein Täubchen gurrt,
oder wie ein Gockel kräht,
bleibt es schön von früh bis spät.

Wenn Frösche sich im Dreck einwühlen,
sie des Winters Nahen fühlen.

Schläft der grüne Schwanzloslurch,
zwei Wochen ohne Pause durch,
und sind die Tage schnell verronnen,
hat die Regenzeit begonnen.


Öffnet der garstig grüne Frosch,
sperrangelweit die breite Gosch,
weil die Mücken niedrig fliegen,
werden wir Gewitter kriegen.

Hört man den Laubfrosch von ganz oben,
auf einem Baum den Schöpfer loben,
dass es klingt wie Finkenschlag,
dann wird es ein schöner Tag.

Putzt der Frosch sein Federkleid,
dann ganz bestimmt, darauf mein Eid,
wenn er dabei `ne Arie singt,
das schönste Wetter er uns bringt.

Singt er einen Gassenhauer,
gibt es eine nassen Schauer.

Will der Laubfrosch einen blödern
Kumpel mit `ner Fliege ködern,
damit der im Duett intim,
lustig singt ein Lied mit ihm,
so wird das anschließende Singen,
nichts als Regenwetter bringen.

Hört man den Frosch im Pfuhle krähen,
wird’s für den Bauern Zeit zu sähen.

Quakt der Laubfrosch im Spinat,
ist es Zeit zur ersten Mahd.

Wenn die Frösche Eier legen,
gibt es Quappen viel und Regen.

Hat der Seefrosch blaue Weichen,
ist das ein Schlechtwetterzeichen.

Wenn Frösche nachts ihr Mütchen kühlen,
tun sie’s weil sie den Regen fühlen,
der morgens, wenn sie fertig sind,
wie meistens im April beginnt.

Wenn Frösche nebst dem Prophezeien,
sich schamlos nachts im Freien freien,
und erst am Morgen damit enden,
wird sich der Wind am Teiche wenden.
Wenn er bisher Westwind hieß,
weil er schnurstracks noch Osten blies,
kehrt er sich ganz plötzlich um,
und nennt sich Ostwind jetzt darum.

Quakt der Frosch spät nachts putzmunter,
und lässt er seine Hose runter,
weil er nun was andres will,
und schleicht er dann mucksmäuschenstill,
hinter einer Kröte her,
dann regnet es sehr lang nicht mehr.

top


826-850
Wenn der Laubfrosch froh und locker,
an der Bar sitz auf dem Hocker,
und er am Wein sich gütlich tut,
dann bleibt das Wetter weiter gut.

Frisst die Kröte sehr viel Sand,
bringt sie Hunger in das Land.

Wenn der Laubfrosch unverzagt,
sich bei der Kröte laut beklagt,
dass sie soll nicht so prüde sein,
dann bricht die Nacht schon bald herein.

Bläst er sich auf, bis er zerreißt,
bringt Schlechtwetter das zumeist.

Wenn sein Schallsack nicht mehr straff
wird beim Quaken unterm Kinn,
sondern im Winde faltigschlaff,
baumelt, dann ist Herbstbeginn.

Hängt dem Frosche, ach o Graus,
ein Regenwurm zum Maul heraus,
und er deshalb nicht quaken kann,
kündigt sich feuchtes Wetter an.

Quakt der Frosch im Hornungfrost,
tags darauf der Weinstock sprosst.

Quakt der Frosch im Lenzing laut,
wird gut der Kohl fürs Sauerkraut.

Quakt der Frosch inkognito,
im Tümpel Zetermordio,
und stellt sich keine Kröte ein,
dann wird’s dafür zu kalt noch sein.

Quakt der Frosch aus gutem Grund,
einmal gar mit vollem Mund,
weil der Wurm so lecker schmeckt,
bleibt der Himmel lang bedeckt.

Quakt der Frosch im Frühlingswind,
die Bäume längst in Blüte sind.

Wenn er sich um ein Weib bemüht,
im Garten bald der Flieder blüht.

Quakt der Laubfrosch im Holunder,
dann leg beiseite den Pullunder.

Quakt der Frosch im Mai noch nicht,
ein schlechtes Jahr uns das verspricht.

Wenn er wie eine Schwalbe singt,
seiner Liebsten Würmer bringt, 
und zärtlich sie am Froschbein zupft,
bevor ins Schilf er mit ihr hupft,
dann stellt sich nach dem Stelldichein,
nebst Quappen auch der Frühling ein.


Knurrt er wie des Försters Setter,
gibt es lang kein Badewetter.

Hüpft der Frosch ins Schilf geschwind,
ist zu kalt ihm noch der Wind.

Wenn die ganze Nacht lang laut,
statt zu quaken er miaut,
dann ist der Winter ein gar strammer,
oder der Frosch hat Katzenjammer.

Quakt er nachts wie in Ekstase,
wechselt der Mond zur nächsten Phase.

Wenn der Laubfrosch kältestarr,
einstellt im Rohre sein Gequarr,
und seinen letzten Schnaufer tut,
wird das Wetter nicht sehr gut.

Quakt der Laubfrosche sehr illuster,
wird es gänzlich zappenduster.

Raucht der Frosch im Januar,
gibt es ein gutes Tabakjahr.

Quakt der Frosch am Mittagstisch,
ist es draußen ziemlich frisch.
Sieht man ihn die Fäuste ballen,
wird der erste Schnee bald fallen.

Wenn der Laubfrosch listig lacht,
das ist den dümmsten Bauern klar,
hat er sich aus dem Staub gemacht,
weil die Kröte schwanger war.
Wird er geschnappt dann nachts um drei,
von der grünen Polizei,
und der Froschtest es beweist,
dass der Vater „Laubfrosch“ heißt,
dann wird es zappenduster, ach,
und es folgt Gewitterkrach.

Wurd‘ der Frosch, weil ungeschickt
er war, vom Storche aufgepickt,
und hat ihn der gar dreist verschlungen,
dann hat er erst mal ausgesungen.
Brät er später irgendwann,
als gelblichgrüner Storchenschiss,
am Nilstrom in der Sonne, dann
ist es Sommer dort gewiss.
Wenn er jedoch im nächsten Jahr,
weil Heket mit ihm gnädig war,
neugeboren, splitternackt,
nach der Reinkarnation,
badet im ersten Katarakt,
als des Osiris grüner Sohn,
und hinab schwimmt bis nach Theben,
wird es auch dort bald Regen geben.

top

851-875
Sieht man den Frosch im Fenster hocken,
und ist kein Wort ihm zu entlocken,
weil er sich im Streik befindet,
der Lenz den Sommer grad entbindet.

Spielt er mit der Kröte Karten,
lässt der Sommer auf sich warten.

Quakt er im Honung, ach o weh,
bringt der Winter Eis und Schnee.

Wenn er gefror’ne Würmer frisst,
der Frühling sich im Mai vergisst.

Quakt er an Albin, Agnes kühn,
bald die Äpfelbäume blühn.

Liegt er wie tot in seinem Nest,
gibt der Nachtfrost ihm den Rest.

Wenn seine Warzen er entfernte,
gibt es reiche Rübenernte.

Quakt der Frosch der Kröte wegen,
gibt es reichen Kindersegen.

Quakt der Frosch im Erdbeerbeet,
der Juni bald zu Ende geht.

Quakt der Frosch so wie ein frommer
Abt im Kloster es nur tut,
dann wird der Altweibersommer,
wie der Ernting, fast so gut.

Hüpft er, die Kröte fest im Zügel,
über einen Maulwurfhügel,
und landet in `nem Ochsenfladen,
dann hält sich zwar der Körperschaden
in Grenzen, doch für Ross und Reiter,
geht der Tag beschissen weiter.

Singen die Frösche im Duette,
Abend für Abend um die Wette,
und scherzen sie verliebt dabei, 
dann wird besonders schön der Mai.


Ist der Laubfrosch arg zerstochen,
weil er an einem Nest gerochen
worin schon hundert Wespen lagen,
dann wird es Herbst in ein paar Tagen.

Hat er im Schilf ein Rendezvous
mit einer Elefantenkuh,
und geht nicht auf deren Wünsche ein,
ist es aus mit Sonnenschein.

Quakt er im Schilfe, der Filou,
zur Kröte, „allerliebste Du,
hast von allen Grünlichschwarzen,
wirklich die allerschönsten Warzen“,
und springt er dann auf ihren Rücken
um sich noch klarer auszudrücken,
und sie hört zu, total verliebt,
es lange keinen Regen gibt.

Quakt der Frosch an Konstantin,
und treibt er’s  mit der Enkelin,
und haben beide ihren Spaß,
dann bleibt der Juni weiter nass.

Quakt er am Mechthildtag mit Wonne,
bringt der Juni sehr viel Sonne.

Quakt der Frosch an Petronell,
bleibt es schon bis acht Uhr hell.

Wenn Frösche im April arg lärmen,
im Mai die Käfer zahlreich schwärmen.

Quakt er an Sophie, Ende Mai,
ist die Kälte bald vorbei. 

Quakt der Frosch an Fortunat,
beginnt der Frühling, in der Tat.

Wird der Laubfrosch fett und fetter,
dann ist gutes Fliegenwetter.

Quakt der Frosch im Schlafgemach,
liegen die meisten Felder brach.

Schlägt der Laubfrosch Storchalarm,
bleibt der Juni feucht und warm.

Wenn er beim Quaken innehält,
`ne Sternschnuppe zur Erde fällt.

top


876-900
Quaken Frosch und Filius,
dann ist es Brachet, Junius.

Quakt der hyla in Latein,
gibt es wenig Sonnenschein.

Quakt der Laubfrosch laut an Klara,
wird es heiß in der Sahara.

Wird mit drei Kröten er intim,
ist’s Mitte Juni, Hildegrim.

Hat keine Flieg‘ er einzubrocken,
ist der Juni kühl und trocken.

Hat er im Schilf bis zehn gelegen,
faulenzend mit den Kollegen,
und rappeln sie sich langsam hoch,
bleibt trocken es bis Mittag noch.

Sieht man den Frosch zum Teiche hetzen,
die Bauern ihre Sensen wetzen.

Versteckt sich das Amphibium,
schlägt das Wetter sehr bald um.

Ist der Frosch an Peter/Paul,
zum Quaken in der Nacht zu faul,
weil die Mücken sind sehr rar,
wird es ein schlechtes Erntejahr.

Wenn er sich im Schilf versteckt,
bleibt es lange noch bedeckt.

Quakt der Frosch beim Abendschiss,
dann wird es Nacht, das ist gewiss.

Quakt der Frosch im Liebeswahn,
zieht der Vollmond seine Bahn.

Wenn er im Frühling kindisch quäkt,
der Kirschbaum erste Blüten trägt.

Lässt er sich, nach kurzem Lecken,
am Teiche eine Grille schmecken,
und quakt er dann, „oh, exquisit“,
und frisst darauf mit Appetit,
noch zwei Dutzend, alle roh,
dann bleibt das Wetter weiter so.


Springt im Dreieck er im Grase,
kommt eine lange Regenphase.

Wenn ihm das Maul nach Schnecken steht,
und er sich welche fangen geht,
weil er so sehr darauf verpicht,
dann weicht der Tag dem Dämmerlicht.

Quakt er im Lenz ohn‘ Lust und Mut,
dann wird der Sommer auch nicht gut.

Wenn der Frosch vom Blitz getroffen,
seinen letzten Satz lässt offen,
weil er aus dem Leben schied,
treibt ein Tief ins Froschgebiet.

Wenn er dann im offnen Sarg,
leblos liegt, der Worte karg,
und sein Gesicht wird langsam fahl,
ist ihm das Wetter scheißegal.

Quakt der Frosch im kalten Winter,
steckt Frost und Kälte meist dahinter.

Frisst der Frosch statt Fliegen Schlehen,
muss der Spätherbst langsam gehen.

Frisst er wie die Kröte Dreck,
am Froschteich Ende Februar,
weil aufgebraucht der Mückenspeck,
dann wird es ein karges Jahr.

Trompetet er, so wie ein grauer
Elefant, dann kommt ein Schauer.

Wenn er am Teiche gar verschnupft,
am Abend durch die Gegend hupft,
wenn er kotzt und wenn er rotzt,
und dem kalten Nachtwind trotzt,
und wenn er gar nicht quaken mag,
dann wird mies der nächste Tag.

Deutet ihm die Kröte an,
dass sie in der Nacht nicht kann
weil sie die Migräne plagt,
und der Laubfrosch unverzagt,
trotzdem ausgeht abends noch,
dann nähert sich ein Zwischenhoch.

top



 
 
 
901-925
Hat die Kröte Charivari
immer noch am nächsten Tag,
greift der Frosch zur Stradivari,
welche sie besonders mag.
Während er die Saiten streicht,
ihr das Kopfweh schnell vergeht.
Später nachdem sie abgelaicht,
ist es wie weggeweht. 

Wenn er, der Kröte zugeneigt,
tags drauf wie Zacharias geigt,
oder gar wie Sophie Mutter,
und die Kröte hocherfreut
quakt, „alles ist in Butter“,
wird das Wetter gut erneut,
das ist allen Fröschen klar,
noch schöner als es vorher war.

Greift mittags er zur Sonnenkrem,
dann bleibt es weiter angenehm.

Quakt der Frosch im Juli gern,
ist der Augustus nicht mehr fern.

Quakt der Frosch im reifen Korn,
wettert der Juli arg im Zorn.
Lässt sich der Frosch nur selten blicken,
wird der Himmel Hagel schicken.

Wenn dem Frosch sein Lied gefällt,
der Sommer langsam Einzug hält.

Schweigt der Frosch zehn Tage lang,
ist die Ernte voll im Gang.

Quaken die Frösche allesamt,
dann lacht der Frosch beim Wetteramt
und spricht, „des Froschgesanges wegen,
gibt es morgen Dauerregen“.

Quakt der Frosch an Theodor,
wagt sich die Sonne nicht hervor.

Wenn der Frosch `ne Fliege malt, 
die Sonne heiß im Juli strahlt.

Schweigt der Frosch nach dem Gewitter,
geht übers Feld bereits der Schnitter.


Reibt sich der Frosch mit Knoblauch ein,
stechen die Schnaken hundsgemein.

Quakt der Frosch beim Julibad,
werden die Birnen stichig-mad.

Wenn Laubfrösche die Kröten meiden,
sie unter Sonnenhitze leiden.

Quakt der Frosch im Julius,
der Bauer viel ertragen muss.

Quakt der Frosch im Heuertim,
wird der Regen ziemlich schlimm.

Quakt er an Sankt Kilian,
säht der Bauer Wicken an.

Quakt der Frosch an Hans und Michel,
schärft die Bauernfrau die Sichel.

Quakt der Laubfrosch im August,
bringt er dem Bauern Freud und Lust.

Kaut der Frosch am Zehennagel,
gibt es Nachtfrost oder Hagel.

Begeht der Frosch `nen Mückenmord,
weht der Juliwind von Nord.

Wenn der Frosch zwei nicht grad schlappe
Fliegen erschlägt mit einer Klappe,
und sie schmatzend zu sich nimmt,
bleibt es windstill, ganz bestimmt.

Quakt der Frosch mit froher Mine,
im Hochsommer, grad zu Christine,
will er uns damit wohl sagen,
dass kein Grund besteht zu klagen.

Kann der Frosch nicht stille sein,
gibt’s Regen anstatt Sonnenschein.

Wenn er statt Gummi Tabak kaut,
und seinem eignen Wort nicht traut,
dann kündigt sich, o Mann o Mann,
tatsächlich mieses Wetter an.

top


926-950
Quakt er nachts im Schwabenland,
den Abend er erlabend fand.

Wenn der Frosch zwei Kröten kennt,
und abwechselnd mit ihnen pennt,
doch keine von den beiden freit,
dann ist es wieder Frühlingszeit.

Wenn der Laubfrosch, schwer auf Zack,
aufspielt mittels Dudelsack,
was er im Frühling gerne tut,
dann wird auch der Sommer gut.

Tanzt er auf dem Starkstromdraht,
plant er eine Selbstmordtat.

Trägt er seinen Schottenrock,
hat er zum Quaken keinen Bock.

Gibt er sich, zwecks dem Lustgewinn,
am Teiche einer Kröte hin,
und kost, auf den Geschmack gekommen,
er im Rohre, zwecks der Freite,
kurz darauf noch eine zweite,
dann wird Blitz und Donner kommen.

Wenn der Frosch im Fernseh‘n gar,
wie Kermit, als ein Fernsehstar,
mit Miss Piggy, einem Schwein,
auftritt, gibt es Sonnenschein.
Wenn der Frosch am Jakobstag,
gar nicht quakt oder nur zag,
und in der Nacht beginnt zu maulen,
werden die Kartoffeln faulen.

Wenn er „ fiditrallala“
singt an Bertold/Waldrada,
wird der Juli trocken sein,
und der Rotwein gut gedeih’n.

Wenn der Frosch im Schaban quakt,
geht der Knecht ins Heu zur Magd.

Schweigt er an Laurentius,
hat er nebst Fieber Hexenschuss.

Quetscht er sich aus Mücken Most,
ist noch weit des Winters Frost.


Wenn er über Bauchweh klagt,
ist Sankt Rochus angesagt.

Wenn er froh und glücklich schaut,
kriechen die Raupen aus dem Kraut.

Ist dem Frosch nicht ganz geheuer,
sitzt er im Kartoffelfeuer.

Quakt der Laubfrosch im August,
bekommt sogar der Bauer Lust. 

Quakt der Frosch an Stanislaus,
ruht auch die Bäuerin sich aus.

Lebt der Frosch im Überfluss,
ein strenger Winter kommen muss.

Weint er im Schilf gar bittre Tränen,
bekommt der Himmel graue Strähnen.

Quakt der Frosch am Abend lang,
war schön der Sonnenuntergang.

Wenn er vor einer Hummel türmt,
bald der erste Herbststurm stürmt.

Quakt der Frosch am Teich kein Wort,
ziehen bald die Schwalben fort.

Wenn die Frösche lamentieren,
Gewitterwolken sich formieren.
Wenn der Frosch im Tümpel faul,
geschlossen hält sein breites Maul,
und ohne lang zu diskutieren,
mit der Krott will koitieren,
und sie ihn abweist ziemlich barsch,
dann ist der ganze Nacht im Arsch.

Quakt der Frosch an Emmerich,
verabschieden die Mücken sich,
und fliegen ohne viel Trara,
zurück gar fix nach Afrika.

Wenn der Frosch, höchst konzentriert,
gar vornehm sich artikuliert, 
und mit spitzem Munde spricht,
ist nebst dem Storch der Herbst in Sicht.

Wirft er heimlich einer Kuh,
gar verliebte Blicke zu,
während diese wiederkäut,
sich der graue Himmel bläut.

top


951-975
Wenn am Teiche er borniert,
sich nur auf Mücken konzentriert,
und er die Raupen übersieht,
der Himmel sich erneut bezieht.

Quakt der Frosch am Magnustag,
der Herbst es diesmal wohlig mag.

Quakt der Frosch an Melchior,
steht uns ein schöner Herbst bevor.

Steckt der Frosch mit Sachverstand,
so wie der Vogel Strauß es tut,
seinen Kopf tief in den Sand,
wird das Wetter nicht sehr gut.

Hat Restfliegen er noch parat,
ist es Zeit zur Herbstaussaat.

Wenn er vom Storch gut durchgekaut,
am Teiche liegt bereits verdaut,
und nicht so recht mehr quaken mag,
wird es für ihn kein guter Tag.

Wenn Frösche froh in Chören singen,
wird es viel Hülsenfrüchte bringen.

Weint der Frosch anstatt zu lachen,
wird aus dem Wein er Essig machen.
Wenn wer einer Kröte winkt,
während grad die Sonne sinkt,
und die zurückwinkt kurz vor acht,
dann wird es keine ruhige Nacht.

Wenn Frösche sich das Maul befeuchten,
gibt es am Abend Wetterleuchten.

Tragen die Kröten Perlenschnüre,
steht der Frühling vor der Türe.

Schläft der Frosch an Emmerich,
bleibt es sehr veränderlich.

Zieht er sich, ganz Froschnatur,
zurück ins Unterwassernest,
läuft ab des Herbstes Sonnenuhr,
und der Winter setzt sich fest.


Macht er beim Quaken kurze Pausen,
wird ein starker Sturm bald brausen.

Quakt der Frosch im Schweinekoben,
die ersten Winterstürme toben.

Ist sein grüner Hals ganz steif,
gibt es im November Reif.

Quakt der Frosch an Willibold,
wird der Kisler wenig hold.

Quakt der Frosch in Mückennot,
im November Nachtfrost droht.

Schweigt der Frosch im Nebeling,
er in sein Bettchen grade ging.

Wenn der Winter sehr stark frostet,
und es dem Frosch sein Leben kostet,
wird der Frühling, das ist klar,
noch schöner als der letzte war.

Wenn der Laubfrosch sehr bequem,
ein Leben führt gar angenehm,
schwimmt nur im Teiche auf und ab,
und frisst mit einem großen Schwapp,
die Mücken, Fliegen  und Libellen,
die sich ihm in die Quere stellen,
und er dann faul im Wasser treibt,
das Wetter lange schön noch bleibt.

Stellt sich der Storch am Teiche ein,
und zwickt den grünen Frosch ins Bein,
wird es neben Froschgeschrei,
viel Regen geben auch im Mai.

Quakt der Frosch an Leopold,
wird der Altweibersommer hold.

Schweigt der Frosch an Albertus,
friert dicht im Julmond schon der Fluss.

Wenn ihm der Arsch auf Grundeis geht,
der kalte Nordost eisig weht.

Trinkt er im Garten Salbeitee,
gibt es bald den ersten Schnee.

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976-1000
Quakt der Frosch an Giselbert,
der Gibhard uns viel Frost beschert.

Quakt er an Remigius,
bringt der Gibhard viel Verdruss.

Wenn er, nachdem er hat genießt,
von einem Dorn wurd‘ aufgespießt,
und quakend in der Hecke hängt,
der Winter in die Lande drängt.

Frisst der Frosch `ne Haselmaus,
bleibt der Winter lang noch aus.

Wenn er in den Nesseln hockt,
und besonders laut frohlockt,
hat die Lage er verkannt,
und das Froschmaul sich verbrannt.

Gebietet er den Raupen Halt,
wird der Oktober nicht so kalt.

Rettet der Frosch im Wellentosen,
sich im Teich auf Lotosrosen,
weil ihm im Seegang wurde schlecht, 
kommt der Herbst termingerecht.

Wenn die Frösche in den Laken,
wie einst die Beatles „yeah yeah“ quaken,
auf einem Lotosblatt gekonnt,
nähert sich eine Regenfront.

Wenn ihr Quaken frostig klingt,
es die nächste Eiszeit bringt.
Quaken die Frösche im Terzette,
mit den Kröten um die Wette,
die singen wie die Fischerchöre,
dann siegen die drei Froschtenöre.
Weil die noch schön’re Stimmen haben, 
als die Wiener Sängerknaben,
gilt es als sicher, ein paar Tage,
bleibt stabil die Wetterlage.

Quakt der Frosch, in Gottes Namen,
„Halleluja“ nur und „Amen“,
und sieht man ihn die Hände falten,
wird sich das Wetter  schön gestalten.

Wenn er sich auf dreißig trimmt,
obwohl er fünfzig ist längst alt,
und zu einer Jungfer schwimmt,
kommt der Herbst ganz sicher bald.

Wenn er dem Storch die Feige zeigt,
und dieser, gänzlich abgeneigt,
völlig anders reagiert,
als vom Frosche kalkuliert,
weil er so etwas nicht tut,
wird das Wetter nicht sehr gut.

Gibt er dem Storche zu versteh‘n,
dass der ihm aus dem Weg soll geh’n,
und der nur hämisch d‘rüber lacht,
dann wird es keine gute Nacht.


Wenn der Frosch vom Eis befreit,
besingt die schöne Maienzeit,
und wieder Lust verspürt zu leben,
wird es `ne warmen Sommer geben.

Liegt der Frosch an Sankt Vernand
bis Mitternacht am Badestrand,
vom Sonnenscheine hochbeglückt,
spielt das Wetter ganz verrückt.

Trägt er in November Hut,
dann wird der Dezember gut.

Quakt der Frosch an Sankt Kathrein,
brennt der Bauer Trinkbranntwein.

Pennt er an Virgilius,
im Lenzing Kälte kommen muss.

Quakt der Frosch im Mühlenrad,
hat das Wasser siebzehn Grad.

Wenn er zur Andreasnacht,
heimlich sich ins Fäustchen lacht,
dies ist sicher, dann fürwahr,
bleibt es grün bis zu Neujahr.

Wenn der Frosch, total verschwitzt,
in der Abendsonne sitzt,
weil flüchtend er dem Storch entkam,
der ihn beinah mit sich nahm,
und er Luft holt nun befreit,
dann ist die Dunkelheit nicht weit.

Sitzt der Frosch am Teich und wittert
mit der Nase in den Wind,
und jammert er dann arg verbittert,
weil nirgendwo mehr Fliegen sind,
und wenn, während er weitersucht,
seinen Schöpfer er verflucht,
und trotzdem keine Fliege schwirrt,
bald ein strenger Winter klirrt.

Setzt der Frosch mit letztem Mut,
was er aus Verzweiflung tut,
seinem Froschdasein ein Ende,
und hängt an einem Ast sich auf,
dann kommt bestimmt im Nachtverlauf,
die ersehnte Wetterwende.

Wenn er, nachdem er abgelaicht,
auf leisen Sohlen heimwärts schleicht,
wie sich’s für einen Frosch gehört,
dass er den Adebar nicht stört,
und dieser aber dennoch dreist,
den Wetterfrosch im Schilf verspeist,
und der von ihm im Storchenmagen,
hoch in die Lüfte wird getragen,
dass ihm im Dickdarm wird ganz heiß,
und der Storch macht kurz drauf Scheiß,
was er im Fluge gerne tut,
dann wird das Wetter nicht sehr gut.

Wenn er statt zu Quaken flennt,
ist der Laubfrosch impotent.
Warum? Das ist bestimmt Euch klar.
Weil lang und streng der Winter war.

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29.12.2000
 
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