Und wenn er weiter schimpft
dann laut.
„Früher hat Petrus
mir vertraut.
Wenn ich quakte einst am
Teich,
schickte er schönes
Wetter gleich.
Sang ich etwas lauter dann,
zog eine Regenfront heran.
Wenn ich eine Pause machte,
blitzte es und Donner krachte.
Sprang in die Binsen ich
hinein,
gab es sofort Sonnenschein.
Wenn ich am See mein Pfeifchen
rauchte,
oder nach leck‘ren
Schnecken tauchte,
zeigte der Himmel sich bedeckt.
Hielt ich mich im Schlamm
versteckt,
zog in seinem Schneegewand,
der Winter sogleich ein
im Land“.
So quakte Quax, der Wetterfrosch,
der kluge Filius von Tosch,
vor kurzem, als ich mit
ihm sprach.
Gar traurig fuhr er fort
danach,
es klang resignierend weinerlich,
„Petrus hört nicht
mehr auf mich.
Der ist seit kurzem Technokrat,
und vertraut den Satteliten
mehr als meinem weisen Rat.
So nehme ich all die Meriten,
die ich mir einst erworben
hab,
wenn ich demnächst
die schöne Erde
für ewiglich verlassen
werde,
unwiederbringlich mit ins
Grab.
Dich bitte ich, denk ab
und an,
wenn ich einst tot bin,
noch daran,
was ich zu meiner Lebzeit
hier,
heute hab verraten Dir“.
Aus diesem Grunde, ganz konkret,
weil der Verzweifelte mich
bat,
bitt ich Euch, hört
meinen Rat.
„Der Frosch am Teich ist
ein Prophet,
auch wenn er sonst nicht
sehr viel kann,
auf den man sich verlassen
kann. |
Hätte er das Protege‘
Wie jener von der ARD,
träte er ohne viel
Blabla,
selbst abends vor die Kamera,
um uns das Wetter anzusagen.
Niemand müsste sich
beklagen,
weil im Guten wie im Schlimmen,
seine Prognosen immer stimmen,
im Gegensatz zur Tagesschau,
die selten sind nur sehr
genau.
Für den Fernsehwetterfrosch,
der oftmals schon daneben
drosch,
bitt‘ ich, „habt mit ihm
Geduld.
Der arme Mann ist nicht
dran schuld,
wenn das Wetter anders wird,
als von ihm prognostiziert.
Er sitzt bestimmt im Wetterloch.
Und außerdem, er übt
ja noch,
wie die Frösche allesamt,
die angestellt beim Wetteramt.
Ist er, wie einst der alte
Tosch,
so lang im Dienst als Wetterfrosch,
dann ist er klüger
und weis mehr,
und irrt deshalb auch weniger.
So gebt dem Mann noch ein
paar Wochen,
dann wird das Wetter wie
versprochen,
schön, wie er es
prophezeit,
wenn’s nicht grad regnet
oder schneit. |